OBEN­AUF Ob Lu­xus­ho­tel, wie hier das „Ma­ri­na Bay Sands“ in Sin­ga­pur, oder sim­ple Blei­be – Boo­king.com hat den glo­ba­len Über­nach­tungs­markt im Griff

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Eiskalte Verführer

BOOKING.COM Keiner verdient im Reisegeschäft so klotzig, keiner ist so viel wert. Wie der Internetriese ein Monopol aufbaut, wer davon profitiert – und wer dafür bezahlen muss.

Eine Schnaps­idee, ein ganz dum­mer Ein­fall! Als die Nie­der­län­de­rin Gil­li­an Tans (47) ih­rer Fa­mi­lie er­öff­ne­te, dass sie ih­ren si­che­ren Job bei ei­ner Ho­tel­ket­te auf­ge­ben wer­de, um zu ei­ner Zim­mer­ver­mitt­lung im In­ter­net zu wech­seln, jaul­te die gan­ze Sipp­schaft auf. Das sei doch ab­so­lut ver­rückt, soll ihr Va­ter ge­schimpft ha­ben; da­mals, vor 15 Jah­ren.

Der neue Ar­beit­ge­ber war ja auch zu schrul­lig. Kaum je­mand kann­te die­ses Boo­kings.nl aus Ams­ter­dam. Die Home­page er­in­ner­te an die In­ven­tar­lis­te ei­nes Er­satz­teil­la­gers. Ver­mit­telt wur­den Un­ter­künf­te in den liebs­ten Fe­ri­en­re­gio­nen der Hol­län­der, der Top­sel­ler: Win­ter­berg im Sau­er­land.

Die dunk­len Ah­nun­gen der Fa­mi­lie schie­nen sich zu be­wahr­hei­ten. Das Por­tal wuchs zwar, aber nur un­ter äch­zen. Gil­li­an Tans war da­bei, als das ers­te Aus­lands­bü­ro auf­ge­baut wur­de, in Bar­ce­lo­na. Lei­der fehl­te das Geld, um die Crew im Ho­tel un­ter­zu­brin­gen. Also wur­de im Of­fice kam­piert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.