IM­PE­RA­TOR Der Mann und sein Sta­di­on: Hen­drik Rieh­mer im Han­dels­saal der Be­ren­berg-De­pen­dance in Lon­don, in Wurf­wei­te der Bank of Eng­land

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The Wolf of Jungfern­stieg

HENDRIK RIEHMER Der Mann greift nach Geschäften, die andere liegen lassen. Damit hat er Berenberg groß gemacht. Und sich zum bestbezahlten Banker Deutschlands.

Guck mal hier“, sagt Hen­drik Rieh­mer. „Da siehst du, wie be­scheu­ert ich wirk­lich bin.“ Der per­sön­lich haf­ten­de Ge­sell­schaf­ter der Ham­bur­ger Pri­vat­bank Be­ren­berg sitzt in sei­nem Eck­bü­ro in 60 Thre­ad­need­le Street, mit­ten in der Lon­do­ner City. Auf die­sem Qua­drat­ki­lo­me­ter ar­bei­ten die ge­ris­sens­ten In­vest­ment­ban­ker Eu­ro­pas. Von hier aus steu­ert er das viel­leicht auf­re­gends­te Ex­pe­ri­ment des deut­schen Ban­kings seit Jahr­zehn­ten.

Nun aber öff­net er erst ein­mal ein Vi­deo auf sei­nem Smart­pho­ne. Es zeigt sei­nen Gar­ten­park samt Vil­la da­heim in Ham­burg-Wohl­dorf, See und Schwä­ne in­klu­si­ve, und schwenkt dann auf eine Holz­tür zu ei­nem Stall, aus­ge­legt mit Stroh, dar­in: ein Paar Non­nen­gän­se, pos­sier­lich. „Nee, nee, war­te“, sagt Rieh­mer, „da­hin­ter.“ Und da­hin­ter er­schei­nen dann tat­säch­lich: zwei Non­nen­gans­kü­ken. „Ist doch toll, oder?“

Hen­drik Rieh­mer, 49 Jah­re alt in­zwi­schen, schaut gern ro­man­ti­sche Fil­me – aber nur „wenn sie ein Hap­py End ha­ben“. Manch­mal weint er dann kurz, ein biss­chen aus Rüh­rung, ein biss­chen aus Glück.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.