BIG SPEN­DER SAP-Mit­grün­der Diet­mar Hopp will Gu­tes tun, aber ei­gent­lich auch Ren­di­te ma­chen

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HOPP UND EX?

BIOTECH Dietmar Hopp hat sich verrechnet. Anders als geplant, produziert seine Milliardeninvestition seit mehr als zehn Jahren nur Hoffnungswerte.

Das Re­stau­rant im Golf­klub St. Leon-Rot ser­vier­te ita­lie­ni­sche Spe­zia­li­tä­ten, in­tel­lek­tu­el­les Fut­ter lie­fer­te ein Vor­trag über das Ma­nage­ment me­di­zi­ni­scher Da­ten. Am An­rei­se­tag ver­lief die Herbst­ta­gung der Die­vi­ni Hopp Bio­Tech Hol­ding GmbH & Co. KG vor zwei Jah­ren noch völ­lig un­auf­ge­regt. Beim Abend­es­sen plau­der­ten die Vor­stands- und Fi­nanz­chefs der zwölf Bio­tech-Un­ter­neh­men, in die Diet­mar Hopp (77) in­ves­tiert hat, über wis­sen­schaft­li­che Fort­schrit­te, kli­ni­sche Tests und fri­sches Ka­pi­tal.

Als der SAP-Mit­grün­der am nächs­ten Mor­gen ans Red­ner­pult im Kon­fe­renz­raum sei­nes Klub­hau­ses trat, war es vor­bei mit der ku­sche­li­gen Stim­mung. Mit ei­nem ein­zi­gen Satz zer­stör­te Hopp das woh­li­ge Ge­fühl fi­nan­zi­el­ler Si­cher­heit, in dem sich sei­ne An­ge­stell­ten wieg­ten. So tief saß der Schock, dass et­li­che der An­we­sen­den noch heu­te ih­ren Geld­ge­ber über­ein­stim­mend zi­tie­ren kön­nen: „Wenn ich ge­wusst hät­te, dass es mich mehr als eine Mil­li­ar­de Euro kos­ten wür­de, heu­te hier zu ste­hen, hät­te ich es nicht ge­macht.“

Auch wenn Hopp sei­ne An­sa­ge mit ei­nem Lä­cheln ab­mil­der­te – die Bot­schaft war klar: Der größ­te In­ves­tor der deut­schen Bio­tech-Sze­ne hat sich ver­rech­net. In neue Start-ups hat er des­halb schon seit ge­rau­mer Zeit nicht mehr in­ves­tiert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.