MAGISCHES VIERECK

Knapp heißt teuer

Deutsche Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern endlich höhere Löhne zahlen. Die Wirtschaft würde davon nur profitieren.
Von Henrik Müller

Es gibt wohl kaum ei­nen Ma­na­ger, der an der Markt­wirt­schaft zwei­felt. Schließ­lich woh­nen un­se­rem Sys­tem ein paar wun­der­ba­re Ei­gen­schaf­ten inne: In frei­er Ent­schei­dung han­deln An­bie­ter und Nach­fra­ger Ver­trä­ge aus, so­dass es zu ei­nem Aus­gleich der In­ter­es­sen kommt. Ver­schwen­dung wird mi­ni­miert, Man­gel be­sei­tigt. Der Preis­me­cha­nis­mus re­gelt, dass teu­er sein muss, was knapp ist. Nur dann wird mehr da­von an­ge­bo­ten.

Das mag ba­nal klin­gen. Aber es lohnt sich, ge­le­gent­lich dar­auf hin­zu­wei­sen – zu­mal wenn die markt­wirt­schaft­li­che Rea­li­tät sich im­mer wei­ter von ih­ren fun­da­men­ta­len Prin­zi­pi­en ent­fernt.

Deutsch­land im Jahr 2017, das ist eine Volks­wirt­schaft in Best­form. Un­ser größ­tes Pro­blem ist der Man­gel an Ar­beits­kräf­ten. Nie wa­ren so vie­le Men­schen im Land be­schäf­tigt, nie so vie­le of­fe­ne Stel­len ge­mel­det. Vie­le Un­ter­neh­men könn­ten mehr pro­du­zie­ren, wenn sie nur die pas­sen­den Leu­te fän­den. Ei­gent­lich müss­te der Preis der Ar­beit kräf­tig stei­gen. Aber das pas­siert nicht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.