LEBEN

AUF TEUREM FUSS

MODE Opa-Look war gestern. Stilbewusste Schuhmacher und Start-ups verhelfen dem Maßschuh zu einem bunten Comeback.

PO­LI­TUR Ein ge­pfleg­ter Maß­schuh hält jahr­zehn­te­lang

So, die­se Sitz­bank wäre dann auch fer­tig. Gute Bän­ke ge­hö­ren für die Ma­cher von Sho­epas­si­on zu gu­ten Schu­hen ein­fach dazu – also bau­en sie die Din­ger in ih­rer In­dus­trie­e­ta­ge im Nord­os­ten Ber­lins selbst. Nicht dass spä­ter im La­den ir­gend­ein Schrott steht.

Kei­ne zehn Jah­re ist es her, da wur­de Sho­epas­si­on als In­ter­net­fir­ma für bes­se­res Schuh­werk ge­grün­det. In­zwi­schen be­treibt die Mar­ke auch ganz klas­si­sche Fi­lia­len, mit äu­ßerst be­que­men Holz­bän­ken. Das Ge­schäft wächst, im In- wie im Aus­land, die Um­satz­zie­le sind ehr­gei­zig. Die­ses Jahr sol­len erst­mals mehr als 100 000 Schu­he aus Mar­zahn ver­schickt wer­den. Ihr jüngs­ter Coup: die Über­nah­me ei­ner der äl­tes­ten deut­schen Lu­xus­her­ren­schuh­mar­ken, Hein­rich Din­kel­acker. Die wur­de zu­letzt von In­ves­to­ren um Ex-Por­sche-Chef Wen­de­lin Wie­de­king am Le­ben er­hal­ten.

Gute Schu­he er­le­ben eine Re­nais­sance – sei­en es Pro­duk­te aus der Ma­nu­fak­tur wie bei Sho­epas­si­on, sei­en es ei­gens an­ge­fer­tig­te Maß­schu­he. An­ders als frü­her bringt die Kund­schaft je­doch ein deut­lich aus­ge­präg­te­res Stil­be­wusst­sein und viel Freu­de an neu­er Far­ben- und For­men­viel­falt mit. Die Schu­he dür­fen nicht mehr aus­se­hen wie Opas gu­ter al­ter eng­li­scher Le­der­schuh. Und das ha­ben Start-ups wie Sho­epas­si­on be­grif­fen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.