AUSFAHRT

Rabiat, aber beherrscht

Im neuen 488 Spider befeuert Ferrari den Saugmotor mit Turboladern: ein wahrer Genuss.

Wer die Mo­tor­leis­tung im­mer wei­ter stei­gern will, zu­gleich aber die Emis­sio­nen min­dern muss, dem bleibt nur, auf Tur­bo­la­der zu set­zen. Das hat Fer­ra­ri be­grif­fen. Wäh­rend bei Lam­bor­ghi­ni die Ge­schos­se noch aus­nahms­los von Sau­gern an­ge­trie­ben wer­den, steu­ert die Kon­kur­renz aus Ma­ra­nel­lo kon­se­quent um: Der Hub­raum beim neu­en Fer­ra­ri 488 Spi­der schrumpf­te von 4,5 auf 3,9 Li­ter, die Leis­tung stieg um 100 auf 670 PS. Und ich muss sa­gen: Ich bre­che gern mit ei­ner Tra­di­ti­on, wenn da­mit so viel Fahr­spaß ver­bun­den ist.

Mei­ne Aus­fahrt mit dem of­fe­nen Mit­tel­mo­tor­mo­dell führt mich durch das nord­pfäl­zi­sche Berg­land und das Don­ners­berg-Mas­siv. Schon bei der An­fahrt auf der A63 wird klar: Hier herrscht kein Man­gel, nir­gends. Der Acht­zy­lin­der klingt deut­lich tie­fer und so­gar vo­lu­mi­nö­ser als die Vor­gän­ger­ma­schi­ne und be­rei­tet dank der par­al­lel ar­bei­ten­den Tur­bos die reins­te Dreh­freu­de. Der An­tritt ist noch ra­bia­ter, der 488 geht wil­lig und zü­gig auf 8000 Tou­ren.

Der Durch­zug ent­wi­ckelt sich nach kur­zem An­lauf li­ne­ar, das ma­xi­ma­le Dreh­mo­ment von bul­li­gen 760 New­ton­me­tern liegt schon bei 3000 Um­dre­hun­gen vor – und ka­ta­pul­tiert den mit 1,5 Ton­nen ver­gleichs­wei­se leich­ten Zwei­sit­zer in nur 8,7 Se­kun­den auf Tem­po 200. Und selbst bei 300 ist noch lan­ge nicht Schluss.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.