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Das Schlitzohr

LUFTHANSA Wie Chefpilot Spohr den Air-Berlin-Aktionär Etihad auspokerte.

DA FREUT SICH EI­NER Luft­han­sa-Lot­se Cars­ten Sp­ohr

Für ei­nen Schluss­strich braucht man we­nig Tin­te. Eine dür­re Mit­tei­lung An­fang Au­gust reich­te der Flug­ge­sell­schaft Eti­had, um sich von ih­rer deut­schen Be­tei­li­gung Air Ber­lin (29,2 Pro­zent) zu tren­nen. Die ver­ein­bar­ten Fi­nanz­sprit­zen von zwei­mal 50 Mil­lio­nen Euro wer­de es nicht ge­ben, über­mit­tel­ten die Ara­ber. Da­mit war die mehr als fünf Jah­re wäh­ren­de Für­sor­ge be­en­det, Air Ber­lin plei­te.

Doch so ab­rupt der Rück­zug wirkt – er war kei­ne Kurz­schluss­hand­lung, son­dern End­punkt ei­nes Po­kers, in dem die Luft­han­sa die weit­aus bes­se­ren Kar­ten hat­te.

Wie har­mo­nisch ging es da­ge­gen noch im Juni ver­gan­ge­nen Jah­res zu, als Luft­han­sa-Chef Cars­ten Sp­ohr (50) und der da­ma­li­ge Eti­had-Boss Ja­mes Ho­gan (60) sich heim­lich in Abu Dha­bi tra­fen. Sie fan­den ge­mein­sa­me In­ter­es­sen: Ho­gan woll­te die Ver­lust­flie­ger los­wer­den, Sp­ohr war an ei­ner Ver­stär­kung durch Air-Ber­lin-Ma­schi­nen in­ter­es­siert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.