UMSTEIGER

Klaus Kühborth

lenkt KSB jetzt aus dem Off.

Die Mi­li­tär­tak­tik kennt ver­schie­de­ne Ar­ten des Rück­zugs: den ge­ord­ne­ten, den un­ge­ord­ne­ten – und den Schein­rück­zug. Klaus Küh­borth (60), um­strit­te­ner Pa­tri­arch des Pfäl­zer Pum­pen­her­stel­lers KSB AG, hat sich für Letz­te­res ent­schie­den. Er ver­zich­tet auf ei­nen Sitz im neu­en Macht­zen­trum des Un­ter­neh­mens mit mehr als zwei Mil­li­ar­den Euro Um­satz, das sich in eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft auf Ak­ti­en (KGaA) wan­deln will. An Ein­fluss ver­lie­ren wird Küh­borth, die zen­ra­le Fi­gur in ei­ner bi­zar­ren Af­fä­re (sie­he mm 6/​2017) des­halb aber kaum.

Da­bei wäre Ab­stand durch­aus ge­bo­ten. Jah­re­lang hat­ten die Küh­borths nach Guts­her­ren­art auf Kos­ten der Fir­ma ge­lebt, ob­wohl sie ih­ren 83-Pro­zent-An­teil be­reits vor ei­ner Ewig­keit in eine Stif­tung ein­ge­bracht hat­ten. Jetzt ge­lobt man Bes­se­rung; für die in An­spruch ge­nom­me­nen Im­mo­bi­li­en und Dienst­leis­tun­gen hat KSB in­zwi­schen rund drei Mil­lio­nen Euro an Steu­ern nach­ge­zahlt.

Voll­zo­gen wer­den soll der Wech­sel zur KGaA, so­bald das Land­ge­richt Fran­ken­thal eine ent­spre­chen­de Ak­tio­närs­kla­ge ab­ge­schmet­tert hat. Dann soll auch der Ver­wal­tungs­rat der neu­en KSB Ma­nage­ment SE die Ar­beit auf­neh­men und zum ent­schei­den­den Gre­mi­um wer­den – of­fi­zi­ell ohne Küh­borth, dem Kri­ti­ker un­ter­neh­me­ri­schen Weit­blick ab­spre­chen. Zwar läuft es ge­schäft­lich wie­der bes­ser, aber im nächs­ten Ab­schwung dürf­te al­lein die enor­me An­zahl an Pro­dukt­li­ni­en zum Kos­ten­grab wer­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.