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Nachspiel

MS "DEUTSCHLAND" Staatsanwälte ermitteln wegen Insolvenzverschleppung und Betrug.

ALB­TRAUM­SCHIFF Die „Deutsch­land“ schip­pert wie­der über die Mee­re

Knapp drei Jah­re nach ih­rer Plei­te schip­pert die MS „Deutsch­land“ längst wie­der über die Welt­mee­re. Neu­lich ging es ent­lang der grön­län­di­schen Küs­te Rich­tung Po­lar­kreis. Es war reg­ne­risch und kalt.

Frös­teln könn­ten in die­sen Ta­gen auch ein paar ehe­ma­li­ge Ver­ant­wort­li­che des eins­ti­gen TV-„Traum­schiffs“, das 2010 von der um­strit­te­nen Sa­nie­rungs­hol­ding Au­re­li­us aus der ers­ten In­sol­venz her­aus­ge­kauft und An­fang 2014 für ei­nen Euro an Cal­lis­ta Pri­va­te Equi­ty wei­ter­ge­reicht wur­de. Denn Plei­te Num­mer zwei (Ok­to­ber 2014) und de­ren Vor­ge­schich­te hat ein ju­ris­ti­sches Nach­spiel: Die Staats­an­walt­schaft Lü­beck führt, so Ober­staats­an­wäl­tin Ulla Hingst, „ein Er­mitt­lungs­ver­fah­ren we­gen des Ver­dachts der vor­sätz­li­chen In­sol­venz­ver­schlep­pung, des Ka­pi­tal­an­la­ge­be­trugs, des Be­trugs, der Un­treue und der Ur­kun­den­fäl­schung ge­gen ver­schie­de­ne Per­so­nen“. Fünf schwe­re Vor­wür­fe und um­fang­rei­che Nach­for­schun­gen, über die Hingst „zum Schut­ze der Er­mitt­lun­gen“ kei­ne wei­te­ren Aus­künf­te er­tei­len will.

Die MS „Deutsch­land“ ist ein wei­te­rer Fall in der Ge­schich­te miss­lun­ge­ner Sa­nie­run­gen von Au­re­li­us, die Dirk Mar­kus (46) vor elf Jah­ren grün­de­te. Seit gut an­dert­halb Jah­ren kla­gen Gläu­bi­ger ei­ner An­lei­he auf Scha­dens­er­satz, sie mo­nie­ren Feh­ler im Pro­spekt. Von den straf­recht­li­chen Er­mitt­lun­gen soll un­ter an­de­rem Cal­lis­ta-Chef Olaf Mei­er (47) be­trof­fen sein, der zum In­sol­venz­zeit­punkt die Ge­schäf­te führ­te. Au­re­li­us und Mei­er tei­len mit, sie hät­ten kei­ne Kennt­nis von dem Er­mitt­lungs­ver­fah­ren. Mei­er be­tont, bis­lang sei­en kei­ne Vor­wür­fe ge­gen ihn er­ho­ben wor­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.