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„Das entspricht nicht Amazons DNA“

HELLOFRESH CEO Richter über die Einzigartigkeit der Rocket-Tochter und seine Börsenpläne.

AUF­TRAGS­KOCH Hello­Fresh-Mit­grün­der Do­mi­nik Rich­ter; Ro­cket In­ter­net hält 53 Pro­zent der An­tei­le

Domi­nik Rich­ter (30), CEO und Mit­grün­der von Hello­Fresh, emp­fängt im hip­pen Lon­do­ner Stadt­teil Shore­ditch in ei­ner Holz­hüt­te, dem Kon­fe­renz­raum der De­pen­dance, die sich der Koch­box­ver­sen­der dort leis­tet. Im In­nen­hof lo­dert ein Ka­min­feu­er. Der Dienst, der sei­nen Kun­den wö­chent­li­che Zu­ta­ten­bo­xen mit Re­zep­ten lie­fert, war lan­ge der Trumpf im Port­fo­lio von Haupt­in­ves­tor Ro­cket In­ter­net und des­sen Maît­re Oli­ver Sam­wer: In we­ni­ger als fünf Jah­ren ist Hello­Fresh auf ei­nen Um­satz von knapp 600 Mil­lio­nen Euro ge­wach­sen und in acht Län­der ex­pan­diert – der wich­tigs­te Markt sind die USA. Im Sep­tem­ber soll­te es an die Bör­se ge­hen, dann kam Ende Juni ein bö­ses Omen da­zwi­schen: Der Bör­sen­gang des US-Ri­va­len Blue Apron ge­riet zum Fi­as­ko.

MM Herr Rich­ter, Sie wa­ren Oli­ver Sam­wers gro­ße Hoff­nung – jetzt ist Hello­Fresh zur Last für ihn ge­wor­den. Seit dem miss­glück­ten Bör­sen­gang Ih­res ame­ri­ka­ni­schen Kon­kur­ren­ten ist der Ro­cket-Kurs um fast 20 Pro­zent ab­ge­stürzt. Wur­den Sie über­schätzt?

DO­MI­NIK RICH­TER Der Blue-Apron-Bör­sen­gang hat für uns nur be­dingt Aus­sa­ge­kraft. Wir spie­len in ei­ner ganz an­de­ren Liga. Wir sind schließ­lich der ein­zi­ge An­bie­ter in un­se­rem Seg­ment, der in neun Märk­ten auf drei Kon­ti­nen­ten mit re­le­van­ten Markt­an­tei­len fest eta­bliert ist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.