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#ICH BIN KÄUFLICH

MARKETING Influencer gelten als das neue Nonplusultra in der Werbewelt. Auf Instagram werden damit bereits Milliarden umgesetzt. Das Problem: Es handelt sich hauptsächlich um Schleichwerbung, das Geschäft zieht höchst dubiose Typen an.

WIE BEI QVC Ste­fa­nie Gie­sin­ger ge­wann mal bei „Ger­many's Next Top Mo­del“, jetzt po­siert sie auf Ins­ta­gram. Die ge­tra­ge­nen Mar­ken mar­kiert sie eif­rig in den Bil­dern. Kun­den: Le­vi's, Mer­ce­des-Benz, H&M.

Wenn Da­ni­el Fuchs, ein durch­trai­nier­ter 30-Jäh­ri­ger mit ak­ku­rat ge­trimm­tem Bart, eine Stra­ße über­quert, wol­len das 1,3 Mil­lio­nen Men­schen se­hen, vor al­lem Män­ner. Sie möch­ten wis­sen, er­klärt Fuchs, ge­ra­de mit dem Taxi zum Mün­che­ner Flug­ha­fen un­ter­wegs, wie er eine schwar­ze Jeans kom­bi­nie­re und wozu er wel­che Schu­he tra­ge.

Wäh­rend sei­nes Ma­schi­nen­bau­stu­di­ums fing Fuchs an, Fo­tos von sei­nen Out­fits im so­zia­len Netz­werk Ins­ta­gram zu ver­öf­fent­li­chen ("pos­ten"), in­zwi­schen sol­len Mo­de­mar­ken ihm bis zu 6000 Euro pro Post zah­len, da­mit er dar­auf ihre Shirts, Snea­ker oder Uh­ren an­hat. Fuchs ist Deutsch­lands mäch­tigs­ter männ­li­cher Fa­shion-In­flu­en­cer, zu sei­nen Kun­den ge­hö­ren Le­vi's, Puma und Cal­vin Klein.

Nicht je­der Bei­trag ist be­zahlt, die Quo­te lie­ge bei 20 bis 30 Pro­zent, schätzt Fuchs. Doch zu­fäl­lig lan­det schon lan­ge nichts mehr in sei­nem Ac­count. Und was dort auf­poppt, ist an­schlie­ßend re­gel­mä­ßig in On­line­shops aus­ver­kauft.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.