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Einstür­zende Neubauten

STEINHOFF Windige Bilanzen, dubiose Geschäfte und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – steht der zweitgrößte Möbelkonzern Europas vor der Implosion?

HA­SAR­DEU­RE Grün­der Bru­no Stein­hoff (l.) und Chair­man Chris­to Wie­se (2. v. r.) nebst Vor­stän­den, aber ohne CEO Joos­te, beim Bör­sen­gang 2015 in Frank­furt

Bruno Stein­hoff (79) könn­te zu­frie­den sein mit sei­nem Le­bens­werk. 1964 grün­de­te der Bau­ern­sohn und In­dus­trie­kauf­mann eine Fir­ma für den Im­port von Pols­ter­be­zü­gen. Die lief gut an. Heu­te be­schäf­tigt die im MDax no­tier­te Stein­hoff In­ter­na­tio­nal Hol­dings mehr als 130 000 Men­schen auf fünf Kon­ti­nen­ten.

Der nach Ikea zweit­größ­te Mö­bel­kon­zern Eu­ro­pas pro­du­ziert und ver­treibt Haus­rat (hier­zu­lan­de in 118 Fi­lia­len der Mar­ke Poco), han­delt aber auch mit Be­klei­dung und ver­mie­tet Au­tos (sie­he Gra­fik „Brei­te Pa­let­te“). Mit ei­nem Ver­mö­gen von etwa 1,4 Mil­li­ar­den Euro sind die im nie­der­säch­si­schen Wes­ter­ste­de an­säs­si­gen Stein­hoffs zu ei­ner der reichs­ten Fa­mi­li­en der Re­pu­blik auf­ge­stie­gen. Ihr Be­sitz um­fasst rund 5 Pro­zent an der Hol­ding so­wie Pfle­ge­hei­me, Bio­gas­an­la­gen und Län­de­rei­en in Ost­deutsch­land.

Der hemds­är­me­li­ge und öf­fent­lich­keits­scheue Bru­no Stein­hoff hat, so scheint es, eine Er­folgs­ge­schich­te ge­schrie­ben, die nur der ewi­ge Ri­va­le Ing­var Kam­prad (91) toppt. Ein zwei­tes Ikea zu schaf­fen war von je­her Traum des Self­made­mil­li­ar­därs.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.