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DER HERBST DES PATRIARCHEN

PROSIEBENSAT.1 Thomas Ebeling führte den Flimmerkonzern ins Licht, doch vor seinem Abgang wenden sich die Dinge gegen ihn.

PRO­GRAMM­DI­REK­TOR Von sei­nem TV-Ge­spür hält Tho­mas Ebe­ling viel, da­bei kam er aus der Phar­ma­bran­che

Heil­fas­ten ja, aber Di­gi­tal­fas­ten kommt nicht in­fra­ge für Tho­mas Ebe­ling. Nicht bei der an­ste­hen­den Ab­speck­kur, die er sich alle hal­be Jahr gönnt. Eine Wo­che lang Ge­mü­se­saft, Me­di­ta­ti­on und Yoga. Das ist okay, aber Han­dy und Lap­top blei­ben auf Emp­fang. Ebe­ling (58) kann sich jetzt nicht ein­fach raus­zie­hen: In sei­nem Kon­zern, der Pro­Sie­ben­Sat.1 Me­dia SE, brennt es an al­len Ecken und En­den.

Man hat den CEO schon aus­ge­gli­che­ner er­lebt. „Ich bin nicht si­cher, ob Sie mich be­wusst miss­ver­ste­hen oder ob Sie's ein­fach nicht be­grei­fen“, hat er eben erst ei­nen Mann von Mor­gan Stan­ley an­ge­herrscht. Die ei­ge­nen Leu­te wer­den oft noch schnör­kel­lo­ser ab­ge­fer­tigt. TV-Ver­ant­wort­li­che ge­hen aus Mee­tings mit dem Chef re­gel­mä­ßig mit der Bot­schaft, dass sie ihr Me­tier ein­fach nicht be­herr­schen.

An­dert­halb Jah­re blei­ben Ebe­ling noch bis zum frei­wil­lig ge­wähl­ten Aus­stieg mit 60. Bis da­hin muss er noch ein paar gra­vie­ren­de Pro­ble­me lö­sen: das ein­bre­chen­de TV-Ge­schäft wie­der flott­krie­gen und be­wei­sen, dass sei­ne viel ge­rühm­te Di­gi­tal­stra­te­gie mehr ist als nur eine Luft­num­mer. Da­für nimmt er gar die Zer­schla­gung des Dax-Kon­zerns in Kauf.

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