PORTFOLIO

DIE FONDSFAUL­PELZE

AKTIEN Viele Fonds streichen üppige Honorare ein, obwohl das Portfolio kaum vom Index abweicht. Wer abkassiert, ohne Leistung zu bringen, und wer fleißig und erfolgreich zugleich ist, zeigt eine exklusive Studie.

Der Deka-Turm in Frank­furt ist das Aus­hän­ge­schild der deut­schen Spar­kas­sen. In Wer­be­spots zur teu­ers­ten Sen­de­zeit di­rekt vor der „Ta­ges­schau“ zei­gen sie das 47 Stock­wer­ke hohe Ge­bäu­de gern in­mit­ten der an­de­ren Ban­ken­tür­me. In ei­nem Spot für die Deka-Deutsch­land-Fonds preist eine Frau­en­stim­me aus dem Off die Spar­kas­sen­toch­ter als Hei­mat von „3000 Ex­per­ten, die Welt, Wirt­schaft und Fi­nanz­märk­te ge­nau ken­nen“, wäh­rend Bil­der von asia­ti­schen Me­ga­ci­tys und Con­tai­ner­um­schlag­plät­zen das nim­mer­mü­de Wir­ken der Fonds­ma­na­ger zum Wohl der An­le­ger sug­ge­rie­ren sol­len.

„Die Deka sucht welt­weit at­trak­ti­ve An­la­ge­chan­cen und fin­det sie dort, wo der Er­folg zu Hau­se ist“, tönt die Frau­en­stim­me wei­ter. Von we­gen.

In Wirk­lich­keit geht es im Deka-Turm an der Tau­nus­an­la­ge be­son­ders be­hä­big zu. Das zeigt eine Aus­wer­tung der 175 größ­ten Ak­ti­en­fonds, die die Ra­ting­agen­tur Morningstar ex­klu­siv für ma­na­ger ma­ga­zin er­stellt hat (sie­he die wich­tigs­ten Er­geb­nis­se Sei­te 95/​96). Da­nach äh­neln die Fonds der Deka, die Spar­kas­sen­be­ra­ter mas­sen­haft an Pri­vat­an­le­ger ver­kau­fen, ver­gleich­ba­ren In­di­zes zum Teil er­heb­lich; so er­in­nern die Port­fo­li­os der Deutsch­land-Fonds stark an den Dax. An­statt selbst nach über­ra­gen­den In­vest­ments zu su­chen, blei­ben die Ma­na­ger also auf si­che­rem Ter­rain – und kau­fen ein­fach die Stan­dard­ak­ti­en im Leit­in­dex.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.