GELDANLAGE FÜR HEDONISTEN

Hauptsache, selten

Trotz ersten Preiseinbrüchen bieten einzelne Oldtimer immer noch gute Chancen.

GUT IN­VES­TIERT Ein Por­sche 964 RS 3.8

Seit Jah­ren fah­ren sel­te­ne und gut ge­pfleg­te Old­ti­mer auf Ver­stei­ge­run­gen zu­ver­läs­sig Ge­win­ne ein. Was für eine Ent­täu­schung war da die Auk­ti­on von Bon­hams beim Good­wood Fes­ti­val of Speed am 30. Juni. Kein ein­zi­ges Los brach­te mehr als eine Mil­li­on Pfund ein – nicht ein­mal der Star der Auk­ti­on, ein Mer­ce­des-Benz 300 SL Roads­ter. Der rote Sport­wa­gen von 1962 er­ziel­te nur 897 500 Pfund (um­ge­rech­net eine Mil­li­on Euro), ob­wohl Bon­hams ein an­de­res Ex­em­plar die­ses Mo­dells noch im Ja­nu­ar 2016 für 1,5 Mil­lio­nen Euro ver­stei­gert hat­te.

Bei an­de­ren Auk­tio­nen zeig­te sich zu­letzt das­sel­be Bild: Die Prei­se sta­gnie­ren oder fal­len so­gar, nach­dem sie seit der Fi­nanz­kri­se 2008 jah­re­lang ra­sant nach oben ge­schos­sen wa­ren. Was wir nun se­hen und wohl auch in den nächs­ten Mo­na­ten wei­ter se­hen wer­den, ist die Ge­gen­be­we­gung ei­nes zu heiß ge­lau­fe­nen Mark­tes.

Doch wer auf die rich­ti­gen Mo­del­le setzt, kann auch jetzt ge­gen den Trend aus­sichts­reich in­ves­tie­ren, wie fol­gen­des Bei­spiel zeigt: Im Sep­tem­ber 2016 wech­sel­te ein Por­sche 964 RS 3.8 von 1993 bei RM Sothe­by­'s in Lon­don für 856 126 Euro den Be­sit­zer; im Mai 2017 zahl­te der Käu­fer ei­nes sol­chen Wa­gens glei­chen Bau­jahrs in Cer­nob­bio so­gar 2 016 000 Euro. Die Mo­del­le RS und RSR 3.8 sind sel­ten: Von ih­nen wur­den zu­sam­men nur gut 100 Ex­em­pla­re ge­baut, die sich un­ge­fähr hälf­tig auf die bei­den Ty­pen ver­tei­len. Sie wa­ren auch neu schon teu­er, ab 225 000 Mark kos­te­te der RS 3.8, 270 000 Mark der RSR 3.8. Ein etwa 2000-mal ge­fer­tig­ter RS 3.6 war be­reits für 145 450 Mark zu ha­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.