AUSFAHRT

Der Lautsprecher

Die Spaßskala ist beim McLaren 570S Spider nach oben offen. Langsam ist nur der Bordcomputer.

So ein Roads­ter ist für ei­nen Su­per­sport­wa­gen eine heik­le Va­ri­an­te: Ohne fes­tes Dach braucht es oft zu­sätz­lich sta­bi­li­sie­ren­de Ele­men­te, die bei Tem­po 300 und mehr die Kräf­te auf die ge­sam­te Ka­ros­se ver­tei­len, die Rä­der auf der Stra­ße und das Auto lenk­bar hal­ten. Das er­höht das Ge­wicht und min­dert die Dy­na­mik. Doch vie­le Fah­rer lie­ben es, die Klän­ge ih­res Mo­tors un­ge­fil­tert zu hö­ren. Und so hofft McLa­ren, mit dem im Som­mer vor­ge­stell­ten 570S Spi­der bald das gro­ße wirt­schaft­li­che Ziel zu er­rei­chen: 4500 Au­tos im Jahr zu ver­kau­fen.

Al­ler­dings hat das Ca­brio ei­nen Nach­teil ge­gen­über sei­nem wohl wich­tigs­ten Wett­be­wer­ber, dem of­fe­nen Fer­ra­ri 488: Sein Acht­zy­lin­der-Twin­tur­bo leis­tet ex­akt 100 PS we­ni­ger. Reicht das noch für das Fahr­ge­fühl ei­nes Su­per­sport­wa­gens?

Ich fah­re den Zwei­sit­zer auf den Berg­stra­ßen west­lich der Cos­ta Bra­va und freue mich, dass beim McLa­ren Fahr­werk und An­triebs­strang un­ab­hän­gig von­ein­an­der re­gel­bar sind. Ich schal­te also zu­nächst nur Mo­tor und Ge­trie­be in den Sport­mo­dus, ge­nie­ße wei­ter­hin die kom­for­ta­ble­re Fe­de­rung und Dämp­fung der Nor­mal­stel­lung. Der Bitur­bo ka­ta­pul­tiert den Acht­zy­lin­der im Null­kom­ma­nichts weit in ver­bo­te­ne Ge­schwin­dig­keits­be­rei­che. Das Sie­ben-Gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be re­agiert so­fort auf jede Ände­rung im Fahr­stil, wech­selt die Gän­ge prä­zi­se und ruck­frei. Mit Tem­po 100 fah­re ich so noch im zwei­ten Gang, mit 160 im drit­ten. Dank des weg­ge­klapp­ten Hard­top­ver­decks dringt der so­no­re Aus­puffsound von gut 7000 Tou­ren jetzt di­rekt ins Ohr.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.