WIRTSCHAFTSKULTUR

Sklavenwelt

Der Physiker Max Tegmark warnt vor den Gefahren durch Superrechner.

SCHÖNE FEIN­DIN Im Film „Ex Ma­chi­na“ ver­liert der Mensch sei­nen Kampf ge­gen die hüb­sche An­dro­idin. Nicht un­rea­lis­tisch, fin­det Max Teg­mark.

Die Fra­ge, ob su­per­in­tel­li­gen­te Ma­schi­nen die Macht auf der Erde über­neh­men wer­den, ist für die Mensch­heit si­cher­lich be­deu­ten­der als die nach dem Ge­win­ner der Bun­des­tags­wahl. Mög­lich­kei­ten und Ge­fah­ren der künst­li­chen In­tel­li­genz (KI) sind das The­ma un­ter den Tech-Pro­phe­ten des Si­li­con Val­ley. Sie strei­ten so­gar öf­fent­lich dar­über. Face­book-Grün­der Mark Zu­cker­berg etwa fin­det Ne­ga­tiv­sze­na­ri­en zu KI „ge­ra­de­zu un­ver­ant­wort­lich“, Re­gu­lie­rungs­be­für­wor­ter Elon Musk (Tes­la) hält Zu­cker­berg vor, nicht viel von dem The­ma zu ver­ste­hen.

Mit „Life 3.0“ kann Max Teg­mark, Schwe­de und Phy­sik­pro­fes­sor am Mas­sa­chu­setts In­sti­tu­te of Tech­no­lo­gy, dem nun ab­hel­fen, im No­vem­ber soll das Buch bei Ull­stein auch auf Deutsch er­schei­nen.

Um es gleich vor­weg­zu­neh­men: Teg­mark steht auf Musks Sei­te. Er ver­knüpft den Auf­stieg der Su­per­rech­ner un­mit­tel­bar mit dem Schick­sal un­se­res Pla­ne­ten und malt Fluch und Se­gen der Tech­no­lo­gie na­he­zu Sci­ence-Fic­tion-mä­ßig an die Wand: Selbst­ler­nen­de Sys­te­me ha­ben das Po­ten­zi­al, die Mensch­heit zu ver­skla­ven oder aus­zu­lö­schen. Sie könn­ten aber auch hel­fen, den Be­woh­nern der aus­ge­zehr­ten Erde neue Le­bens­räu­me im Welt­raum zu er­schlie­ßen – wenn sie „men­schen­freund­lich“ pro­gram­miert wer­den. Was wann wie ein­trifft, weiß Teg­mark nicht; die Zeit­span­ne scheint ihm auch egal zu sein. Wer als Le­ser ei­nen Über­blick über die ak­tu­el­len Fort­schrit­te in den La­bors der KI-Ent­wick­ler sucht, wird da­her ent­täuscht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2017.