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Henne und Heuschrecke

ROCKET INTERNET Oliver Samwer dreht das Geschäftsmodell seiner Digitalfabrik – das alte taugt nichts mehr.

HALT GE­SUCHT Ro­cket-In­ter­net-Grün­der Oli­ver Sam­wer ge­hen die Ide­en für ei­ge­ne Start-ups aus

Über eine Stun­de re­de­te Oli­ver Sam­wer (45) Ende No­vem­ber in Lon­don auf sei­ne In­ves­to­ren ein. Er woll­te er­klä­ren, wie es mit Ro­cket In­ter­net wei­ter­ge­hen soll. Denn die Stra­te­gie der in­dus­tri­el­len Start-up-Zucht, mit der Ro­cket beim Bör­sen­gang vor drei Jah­ren 1,4 Mil­li­ar­den Euro ein­sam­mel­te, ist ge­schei­tert – und eine neue Rich­tung für den Ka­pi­tal­markt nicht er­kenn­bar. Sam­wer hin­ter­ließ den Ein­druck, als habe er kei­nen Plan. Der Kurs brach in der Fol­ge um 4 Pro­zent ein.

Ein ech­tes Miss­trau­ens­vo­tum. Schon vor­her wa­ren al­lein Ro­ckets Cashre­ser­ven und die bör­sen­ge­han­del­ten An­tei­le am Lie­fer­dienst­kon­glo­me­rat De­li­very Hero und dem Koch­box­ver­sen­der Hello­Fresh mehr wert als die Hol­ding selbst (sie­he Gra­fik un­ten). Das Rest­port­fo­lio und der Ro­cket-Ap­pa­rat wird vom Markt dem­nach als wert­min­dernd be­trach­tet. Eine Zer­schla­gung wäre nor­ma­ler­wei­se das pro­ba­te Mit­tel.

In Lon­don ver­such­te Sam­wer die Stra­te­gie­kri­se klein­zu­re­den. Die Hol­ding wol­le wei­ter­hin Un­ter­neh­men aus­brü­ten, er­klär­te er – bloß et­was un­re­gel­mä­ßi­ger. In man­chem Jahr kön­ne das auch be­deu­ten: gar kein neu­es Start-up. An­sons­ten ver­lor er sich in va­gen An­deu­tun­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.