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Buddy-Komplott

MEDIA-SATURN Ein Schmiergeldskandal gewährt tiefe Einblicke in ein schillerndes Unternehmen.

AUF­TRAG GE­GEN GELD Ein Skan­dal bei Me­dia-Sa­turn zieht Krei­se

Für die meis­ten Men­schen ist der Ge­dan­ke an ei­nen Zahn­arzt­be­such ein ech­ter Stim­mungs­kil­ler. Nicht so für Bru­no Her­ter (59). Der frü­he­re Re­gio­nal­ma­na­ger des Elek­tro­nik­händ­lers Me­dia-Sa­turn (MSH) emp­fand bei dem Ge­dan­ken an Dr. Uwe K. ein re­gel­rech­tes Hoch­ge­fühl. Denn der Dok­tor bohr­te nicht, son­dern ver­sorg­te ihn mit Bar­geld, ge­nau­er ge­sagt Schmier­geld. 2011 flog der Skan­dal auf, und Her­ter wan­der­te ins Ge­fäng­nis.

Die Ge­schich­te könn­te da­mit vor­bei sein, ist sie aber nicht. Weil im Zen­trum eine Tra­gö­die steht, die of­fen­bar um­ge­schrie­ben wer­den muss. Ex-Deutsch­land-Chef Mi­cha­el Rook (53), von Her­ter als Kom­pli­ze be­las­tet und vom Land­ge­richt Augs­burg zu ei­ner Haft­stra­fe von fünf Jah­ren und drei Mo­na­ten ver­don­nert, saß wo­mög­lich un­schul­dig ein.

Das Land­ge­richt It­ze­hoe wies im Mai eine Scha­dens­er­satz­kla­ge von Me­dia-Sa­turn ge­gen Rook ab (sie­he mm 7/​2017). Das Ur­teil macht aus dem Tä­ter ein Op­fer. Lie­gen die Rich­ter rich­tig, stellt sich die Fra­ge: Hat Her­ter sei­ne Beu­te statt­des­sen mit an­de­ren – noch ak­ti­ven – Kon­zern­ma­na­gern ge­teilt?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.