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Verbrüht

TCHIBO Die Wende lässt auf sich warten. Ein Prestigeprojekt endet als Millionengrab.

NEUE WELTTho­mas Li­ne­mayr macht vie­les an­ders, aber bis­her we­nig bes­ser

Außer je­der Men­ge Kaf­fee gibt es beim Ham­bur­ger Rös­ter Tchi­bo nur we­ni­ge Mun­ter­ma­cher. Jahr eins un­ter der Füh­rung des mit gro­ßen Hoff­nun­gen emp­fan­ge­nen neu­en Kon­zern­chefs Tho­mas Li­ne­mayr (57) ver­läuft ent­täu­schend. Statt die er­sehn­ten 3 Pro­zent Um­satz­stei­ge­rung zu er­rei­chen, muss In­ha­ber Mi­cha­el Herz (74) froh sein, wenn die Er­lö­se nicht wei­ter nach­ge­ben. Das Ebit, so viel hat die Kon­zern­mut­ter Ma­xing­vest be­reits an­ge­kün­digt, wird un­ter das Vor­jah­res­ni­veau fal­len.

Der rund 3,3 Mil­li­ar­den Um­satz schwe­re Kaf­fee­rös­ter und -händ­ler sucht seit Jah­ren nach ei­nem Be­frei­ungs­schlag. Zu­letzt hat­te Li­ne­mayrs Vor­gän­ger Mar­kus Con­rad (58) den Ver­kauf des bunt ge­misch­ten Sor­ti­ments aus Haus­halts­wa­ren, Mode, Deko- und Ge­schenk­ar­ti­keln in den Fi­lia­len neu auf­ge­stellt und statt ei­nes wö­chent­lich wech­seln­den An­ge­bots auf fes­te Ka­te­go­ri­en ge­setzt.

Der Er­folg bleibt aus, Non­food-Che­fin Sen­ay Tan­su (47) hat sich ver­ab­schie­det. Nach Lo­gis­tik­chef Hol­ger Bell­mann (53) und Fi­nan­zer Yves Mül­ler (48) ist die Tür­kin die drit­te Vor­stands­kraft, die den Kaf­fee­kon­zern im lau­fen­den Jahr ver­lässt.

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