VER­TRAU­ENS­VER­LUST Tech­no­lo­gie­hol­ding-Grün­der Falk Stra­scheg

NAMEN UND NACHRICHTEN

Wohltäter in eigener Sache

STEUEROASEN Wie Wagniskapitalpionier Falk Strascheg in der Karibik Steuern sparte.

Falk Stra­scheg (77) ist ei­ner der Wag­nis­ka­pi­tal-Ve­te­ra­nen in Deutsch­land. Sei­ne Tech­no­lo­gie­hol­ding in­ves­tier­te ab 1987 in 156 Un­ter­neh­men und brach­te 13 da­von an die Bör­se. Im Fe­bru­ar 2000, also ge­ra­de noch recht­zei­tig vor dem gro­ßen Tech­crash, ver­kauf­ten Stra­scheg und Co-Grün­der Gert Köh­ler ihre Hol­ding für 333 Mil­lio­nen Mark an den Fi­nanz­in­ves­tor 3i. Bis heu­te ei­ner der größ­ten Exits der deut­schen VC-Gil­de. Seit­her ver­wal­tet Stra­scheg sei­nen Reich­tum und gibt sich als Wohl­tä­ter, mit dem Stra­scheg Cen­ter for En­tre­pre­neurship an der Hoch­schu­le Mün­chen so­wie mit sei­ner Stif­tung.

Was da­ge­gen öf­fent­lich bis­her nicht be­kannt ist: Stra­scheg hat sich auch auf ei­nem ganz an­de­ren Ge­biet her­vor­ge­tan, mit Trusts in Steu­er­pa­ra­die­sen, ei­nem Hob­by, dass ja ge­ra­de wie­der sehr en vogue ist.

An­fang 2004 such­ten ihn we­gen die­ser Trusts Er­mitt­ler auf, durch­such­ten Woh­nun­gen am Starn­ber­ger See und im Salz­bur­ger Land so­wie Bü­ros und Bank­schließ­fä­cher. Die Fahn­der ver­mu­te­ten, dass er Ein­künf­te aus dem Ver­kauf sei­ner Tech­no­lo­gie­hol­ding in drei Trusts auf der bri­ti­schen Ka­nal­in­sel Guern­sey steck­te. Es be­stand der Tat­ver­dacht der Ein­kom­men­steu­er­hin­ter­zie­hung bei „Ver­gü­tun­gen von min­des­tens 5.445.362 Euro“ aus den aus­län­di­schen Trusts. Stra­scheg und wei­te­re Be­tei­lig­te hät­ten „das Fi­nanz­amt über die tat­säch­li­chen wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se ge­täuscht“, in­dem sie Ein­künf­te auf Fir­men in Lon­don ver­la­gert hät­ten, heißt es im Be­schluss des Amts­ge­richts Mün­chen vom 26. Ja­nu­ar 2004.

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