UNTERNEHMEN

DER TEUFEL STECKT IN PRADA

PRADA Der Mailänder Luxuskonzern hat die globale Expansion überreizt und den Onlinehandel ignoriert. Nun brechen die Gewinne weg, die Umsätze schrumpfen.

CHEF­STY­LIS­TIN Mi­uc­cia Pra­da

Patri­zio Ber­tel­li (71), Chef des Lu­xus­kon­zerns Pra­da, ver­liert schnell die Selbst­be­herr­schung. Ein­mal brauch­te es nur ei­nen falsch mon­tier­ten Spiegel in ei­nem sei­ner New Yor­ker Lä­den, und schon ras­te­te der Mann aus: Er zer­schmet­ter­te das me­ter­ho­he Prunk­stück, Hun­der­te Scher­ben pras­sel­ten zu Bo­den.

Kei­ner ist vor den Wut­aus­brü­chen des bul­li­gen Ita­lie­ners ge­feit. Vor der Mai­län­der Pra­da-Zen­tra­le zer­trüm­mer­te er die Schein­wer­fer schief ge­park­ter Au­tos. Han­dys viel te­le­fo­nie­ren­der An­ge­stell­ter flo­gen schon durch die Bü­ros. Selbst sei­ner Ehe­frau und Chef­de­si­gne­rin Mi­uc­cia Pra­da (68) warf Ber­tel­li Schimpf­wor­te und Ge­gen­stän­de an den Kopf – in Ge­gen­wart von Mit­ar­bei­tern.

Der Pa­tri­arch weiß al­les bes­ser, er dul­det kei­nen Wi­der­spruch. Wer nicht kuscht, muss das Haus ver­las­sen. In den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren floh ein Dut­zend Se­ni­or Ma­na­ger oder wur­de ent­fernt. Bei Pra­da hat nur ei­ner das Sa­gen, egal ob es um Ap­pli­ka­tio­nen auf Schu­hen geht oder um Tür­grif­fe in den Lä­den: Pa­tri­zio Ber­tel­li.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.