DIE DIE­TER-SHOW Kon­zern­chef Die­ter Zet­sche fin­det eine neue Rol­le

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DER GETEILTE STERN

DAIMLER Dieter Zetsche ordnet sein Erbe. Der CEO spaltet den Konzern und verteilt die Macht neu. Vier höchst unterschiedliche Männer werden den Autobauer in die raue Zukunft steuern.

Als Daim­lers Fi­nanz­chef Bodo Ueb­ber (58) an die­sem Mitt­woch Mit­te Ja­nu­ar im lan­ge ge­plan­ten Vor­stands­work­shop vor­trägt, geht es um die Zu­kunft sei­nes Ar­beit­ge­bers. Und um die sei­ne, auch wenn er dar­über erst mal kein Wort ver­liert. Das Pro­jekt, das der CFO vor­stellt, klingt tech­nisch: den Um­bau der Daim­ler AG in drei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten für Pkw, Trucks und Fi­nan­ci­al Ser­vices.

Ueb­ber weiß nicht, ob er sei­ne Idee durch­brin­gen wird. Er hat­te das The­ma schon häu­fi­ger an­ge­tes­tet, di­ver­se Vor­ge­sprä­che ge­führt. Die Be­geis­te­rung hielt sich stets in Gren­zen. Auch Vor­stands­chef Die­ter Zet­sche (64; „der Die­ter") hat­te zu­rück­hal­tend re­agiert.

Bei den Vor­stands­kol­le­gen stößt der Vor­schlag dann eben­falls auf Skep­sis. Per­so­na­ler Wil­fried Porth (58) will nicht recht. Er fürch­te ei­nen Macht­ver­lust, ver­mu­ten an­de­re. Sei­ne Mit­ar­bei­ter wird Porth spä­ter be­ru­hi­gen, durch die neue Struk­tur än­de­re sich für sie nichts. Auch Re­na­ta Jun­go Brüng­ger (56) gibt sich dis­tan­ziert. Sie will ei­gent­lich ihr kom­plet­tes Com­p­li­an­ce-Team in die Zen­tra­le mit­neh­men, müss­te dann in den Spar­ten neue Stä­be schaf­fen. Und nicht spa­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.