VORWÄRTS IMMER!

MINT ist kein Atemerfri­scher

Unser digitales Bildungsdefizit ist so evident wie unser Mangel an Glasfasern. Die Wirtschaft darf das nicht mehr einfach hinnehmen.
Von Christoph Bornschein

Wie löst man ein Pro­blem? Was sind die wich­tigs­ten Schrit­te auf dem Weg zu ei­ner be­frie­di­gen­den, funk­tio­nie­ren­den Lö­sung? Je­der kon­kre­te An­satz, je­des Werk­zeug und jede Me­tho­de be­nö­tigt zwei Grund­vor­aus­set­zun­gen: die Ei­nig­keit dar­über, dass es das Pro­blem über­haupt gibt, und die er­klär­te Be­reit­schaft, es ge­mein­sam zu lö­sen.

So weit, so Bin­se. Beim vi­ru­len­ten Pro­blem der „Bil­dung in Zei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung“ je­doch schei­nen die­se bei­den Vor­aus­set­zun­gen nicht er­füllt. Hier wird nichts ge­löst, son­dern nur dis­ku­tiert. Eine ty­pisch deut­sche De­bat­te, aus­ge­wo­gen bis zur Schmerz­gren­ze, die auch noch den sturs­ten Ver­har­ren­s­kräf­ten eine Platt­form gibt.

BEI­SPIEL­HAFT DAFÜR IST DIE AUF­RE­GUNG um den Grund­schul­com­pu­ter „Cal­lio­pe mini“. Dass zu den Part­nern die­ser pri­va­ten In­itia­ti­ve für di­gi­ta­les Ler­nen auch „Da­ten­kra­ke“ Goog­le ge­hört, bot Be­ob­ach­tern von SPIEGEL ON­LINE über „Taz“ bis „Nord­ku­rier“ hau­fen­wei­se Grund zur Sor­ge: Soll hier Meck­len­burg-Vor­pom­mern dem US-Kul­tur­im­pe­ria­lis­mus un­ter­wor­fen wer­den? Wird da per­fi­de Wer­bung für Goog­le ge­macht und so­gar „eine Men­ta­li­tät pro Di­gi­ta­li­sie­rung“ ge­för­dert, wie ein Mit­glied der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft mut­maßt?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.