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DER DIGITALE SAMURAI

SOFTBANK Gründer Masayoshi Son bläst seinen Telekommunikationskonzern zu einem Techimperium auf. Kann es der Japaner wirklich mit dem Silicon Valley aufnehmen?

RO­BO­SHOP Be­reits als Kind träum­te Soft­Bank-Boss Son von men­scheln­den Ro­bo­tern. Heu­te emp­fängt „Pep­per“ die Gäs­te in der Kon­zern­zen­tra­le in To­kio.

Es war ein Mit­tag­es­sen im tür­ki­schen Mar­ma­ris, das für Si­mon Se­gars (50) al­les än­dern soll­te. Da­nach war der Bri­te um 11,4 Mil­lio­nen Pfund rei­cher, und sein Job wur­de deut­lich ein­fa­cher. Der Chef des bri­ti­schen Chi­pent­wick­lers Arm flog an die­sem Sonn­tag im Juli 2016 von sei­nem Wohn­ort im Si­li­con Val­ley an die tür­ki­sche Ägäis, um dort ei­nen Mann zu tref­fen, der per Pri­vat­jet aus To­kio kam: Ma­sayo­shi Son (60, ge­nannt Masa), Grün­der und CEO des ja­pa­ni­schen Soft­Bank-Kon­zerns. Arms Auf­sichts­rats­boss Ste­wart Cham­bers (61), der in der Tür­kei Se­gel­ur­laub mach­te, aß eben­falls mit.

Son bot den bei­den Män­nern 32 Mil­li­ar­den Dol­lar für Arm, das als Kron­ju­wel der bri­ti­schen High­tech­in­dus­trie gilt. Arms Chipt­ech­no­lo­gie steckt in Mil­li­ar­den Smart­pho­nes und Elek­tro­ge­rä­ten welt­weit. Sons Of­fer­te be­deu­te­te ei­nen Auf­schlag von 43 Pro­zent auf den letz­ten Bör­sen­kurs – plus ei­nem Zu­satz­pa­ket für das Grün­der­team. Se­gars und der Auf­sichts­rat fa­ckel­ten nicht lan­ge, gut zwei Wo­chen spä­ter stand der Deal. „Ein groß­ar­ti­ges Ge­schäft für uns“, freut sich Se­gars bis heu­te.

Der Arm-Boss, ein schlan­ker Mann mit we­nig Haar, wähnt sich seit­dem im Ma­na­ger­him­mel: Er kön­ne nun schnel­ler ent­schei­den, müs­se kei­ne Rück­sicht mehr auf ner­vi­ge Ak­tio­nä­re neh­men. Son den­ke sehr lang­fris­tig, ins Ta­ges­ge­schäft rede er ihm nicht rein. Arms Mann­schaft wuchs un­ter Soft­Bank um 25 Pro­zent.

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