KOPFMENSCHEN

Die DNA-Wette

Die Gentechnikfirma Intrexon ist Börsen-Science-Fiction pur.

Wer zum ers­ten Mal von In­trex­on hört, denkt un­wei­ger­lich an Fran­ken­stein oder an das Pa­ra­dies. Oder bei­des. Die Si­li­con-Val­ley-Bio­lo­gen der ka­li­for­ni­schen Gen­tech­nik­fir­ma schnei­den in ih­ren La­bo­ren stö­ren­de Se­quen­zen des Erb­guts von Äpfeln oder Lach­sen her­aus, um sie per­fek­ter zu ma­chen. Wen­n's gut geht, kommt da­bei ein Ap­fel her­aus (Arc­tic App­le), der kei­ne brau­nen Fle­cken mehr be­kommt, und ein Fisch (AquAd­van­ta­ge Sal­mon), der sehr viel schnel­ler viel mehr Ge­wicht auf die Waa­ge bringt, als dies mit sei­ner na­tür­li­chen DNA mög­lich ge­we­sen wäre.

Ja, die Bio­lo­gen spie­len Schöp­fung, ver­än­dern die Gene von Pflan­zen und Tie­ren. Ist das nun gut oder schlecht?

Die Fra­ge kann ich nur als In­ves­tor be­ant­wor­ten. Und da gilt für mich: Eine Fir­ma ist gut, wenn sie das Le­ben ih­rer Kun­den ver­bes­sert. Und bei In­trex­on kann ich die­se Fra­ge ganz klar mit Ja be­ant­wor­ten. Frü­her wur­de Ma­la­ria mit DDT un­ter ho­hen Kol­la­te­ral­schä­den be­kämpft. Heu­te wird die Po­pu­la­ti­on der Zika-Mü­cken durch eine ge­ziel­te Ver­än­de­rung ih­rer Gen­struk­tur de­zi­miert, so­dass es nicht mehr zur Be­fruch­tung der Eier kommt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.