WIRTSCHAFTSKULTUR

Mensch-Maschinen

Das Problem vieler Millennials ist, dass sie zu leistungsfähig sind, diagnostiziert einer von ihnen.

GE­NE­RA­TI­ON HU­MAN­KA­PI­TAL Die „Faust“-Per­for­mance von Anne Im­hof auf der Bi­en­na­le the­ma­ti­siert die Macht der Markt­kräf­te

Mill­en­ni­als, also die Ge­burts­jahr­gän­ge zwi­schen 1980 und 2000, gel­ten als Hor­ror für Per­so­na­ler. Sie sei­en an­spruchs­voll, faul und ver­zo­gen, so das gän­gi­ge Kli­schee, ohne Avo­ca­do­toast nicht über­le­bens­fä­hig. Wer Mill­en­ni­als im Un­ter­neh­men hal­ten wol­le, müs­se als Ers­tes mal ei­nen Ba­ris­ta an­stel­len.

Mal­colm Har­ris, Re­dak­teur der Zeit­schrift „The New In­qui­ry“ und Jahr­gang 1988, also selbst ein Mill­en­ni­al, hat nun eine Art Ver­tei­di­gungs­schrift sei­ner Ge­ne­ra­ti­on ver­fasst. Sie ist zu­gleich eine An­kla­ge (was na­tür­lich ge­nau zum Kli­schee der stets kla­gen­den Mill­en­ni­als passt). Die so düs­te­re wie über­zeu­gen­de Ana­ly­se des kur­zen Bu­ches: Mit den Mill­en­ni­als hat die Ge­sell­schaft eine Ko­hor­te von Ar­bei­tern pro­du­ziert, die schlicht­weg „zu ef­fi­zi­ent für ihr ei­ge­nes Wohl“ sind.

Um sei­nes­glei­chen zu ana­ly­sie­ren, geht der Au­tor den so­zio­öko­no­mi­schen Ent­wick­lun­gen nach, die die Ge­ne­ra­ti­on ge­prägt ha­ben. Er zeich­net das Bild ei­ner Al­ters­ko­hor­te, die so stark wie kei­ne zu­vor von Markt­kräf­ten ge­prägt wur­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.