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Pleite für Anfänger

FLEXSTROM Die Gründer des Billigstromanbieters werden zur Rechenschaft gezogen.

ZAH­LEN­ZAU­BE­RER Flex­Strom-Grün­der Ro­bert Mundt mit Œuvre

Die Müh­len der Jus­tiz mö­gen lang­sam mah­len, aber sie tun es hart­nä­ckig. Das muss in die­sen Wo­chen leid­vollRo­bert Mundt (54) er­fah­ren, des­sen Kar­rie­re vor fünf Jah­ren als halb­sei­de­ner Strom­plei­tier en­de­te. Mundt hat­te im April 2013 mit Flex­Strom In­sol­venz an­ge­mel­det und rund 500 Mil­lio­nen Euro Schul­den so­wie 835 000 Gläu­bi­ger hin­ter­las­sen – so vie­le wie vor ihm nie­mand in Deutsch­land.

Mundt und ei­ni­ge Ge­treue hin­ge­gen hat­ten sich bis fast zu­letzt of­fen­bar üp­pig be­dient – was ih­nen nun peu à peu zum Ver­häng­nis zu wer­den scheint. Ur­tei­le, die ma­na­ger ma­ga­zin vor­lie­gen, zei­gen, mit wel­chen Tricks die Flex­Strom-Gang noch un­ter­wegs war, als das Un­ter­neh­men mit dem Wer­be­slo­gan „Ver­bo­ten güns­tig“ schon am Ab­grund stand. Be­reits seit Juli 2011, so ar­gu­men­tiert In­sol­venz­ver­wal­ter Chris­toph Schul­te-Kau­brüg­ger (52) nach Durch­sicht des in­ter­nen Zah­len­de­sas­ters, sei der Strom­an­bie­ter ei­gent­lich zah­lungs­un­fä­hig ge­we­sen. Also fast zwei Jah­re be­vor Mundt tat­säch­lich In­sol­venz an­mel­de­te.

Er und sei­ne Mit­strei­ter nutz­ten die Zeit ganz of­fen­sicht­lich, um ihre per­sön­li­che Bi­lanz zu pim­pen, be­vor die Gläu­bi­ger zu­grei­fen konn­ten. Als Ve­hi­kel soll ih­nen da­bei un­ter an­de­rem die Flex­Strom-Toch­ter Op­ti­mal­Grün ge­dient ha­ben.

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