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DAS ENDE DER MODE

FAST RETAILING Der Japaner Tadashi Yanai will mit seiner Kette Uniqlo zum größten Bekleidungskonzern der Welt aufsteigen. Dazu raubt er dem Fashionzirkus als Erstes mal die Seele.

DER SA­MU­RAI Ta­da­shi Ya­nai will den größ­ten Be­klei­dungs­kon­zern der Welt schaf­fen. Rück­schlä­ge nimmt er da­bei in Kauf: Sei­ne Au­to­bio­gra­fie lau­tet „Ein Sieg, neun Nie­der­la­gen“.

Immer schnel­ler sau­sen sie da­nie­der. Mit je­dem Schlag, den die Holz­stä­be den mäch­ti­gen Ta­iko-Trom­meln ver­pas­sen, drin­gen die dump­fen Klän­ge wei­ter durch Stock­holms Kon­sum­mei­le Hamnga­tan. Die Sa­mu­rai, Ja­pans le­gen­dä­re Krie­ger, zo­gen mit den Röh­ren­trom­meln einst in die Schlacht. Der Lärm soll­te den Geg­ner zer­mür­ben und die ei­ge­nen Trup­pen in ei­nen Blut­rausch ver­set­zen. An die­sem Frei­tag­vor­mit­tag Ende Au­gust heißt der Feld­herr Ta­da­shi Ya­nai. Sein Kampf­ge­biet ist die glo­ba­le Mo­de­in­dus­trie, sei­ne Waf­fe die Ket­te Uni­q­lo.

Als die Trom­meln ver­stum­men, greift der Grün­der, CEO, Prä­si­dent, Auf­sichts­rat und Groß­ak­tio­när von Fast Re­tailing, dem dritt­größ­ten Mo­de­kon­zern, zum Mi­kro­fon und brüllt: „Stock­holm, heu­te ist der Tag!“

Seit Wo­chen kün­di­gen Pla­ka­te sei­nen Vor­stoß in den Hei­mat­markt von H&M an, Stra­ßen­bah­nen fah­ren sei­ne Bot­schaf­ten durch die Stadt. Sein Kom­men war nicht zu über­se­hen, jetzt ist es kaum zu über­hö­ren. Es wirkt, als müs­se Ya­nai sei­nen An­spruch un­ter­mau­ern. Der klei­ne Mann hat ein gro­ßes Ziel: die Welt­herr­schaft.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2018.