NAMEN UND NACHRICHTEN

Deal mit dem Erlöser

FRIEDRICH MERZ Eine Affäre beim Kölner Airport stellt die Führungsstärke des CDU-Manns infrage.

COME­BACK Fried­rich Merz vor der Haupt­stadt­pres­se

Der Auf­tritt in Köln An­fang No­vem­ber ist fürFried­rich Merz (63) ein dop­pel­tes Heim­spiel. Knapp vier Wo­chen be­vor die CDU-De­le­gier­ten ihre neue Par­tei­spit­ze kü­ren, ist er auf dem Ar­beit­ge­ber­tag der Dom­stadt un­ter den Sei­nen. Nir­gend­wo hat der Po­lit­rück­keh­rer so star­ken Rück­halt wie in Wirt­schafts­krei­sen. Vie­le Ma­na­ger und Un­ter­neh­mer se­hen in ihm gern den Er­lö­ser aus der Not der Mer­kel-Welt.

Der „Mer­zi­as“ (Oli­ver Wel­ke) ist in der Re­gi­on mitt­ler­wei­le auch selbst eine Wirt­schafts­grö­ße. Seit rund ei­nem Jahr führt er den Auf­sichts­rat des Flug­ha­fens Köln-Bonn. Und so nutzt Merz die Ge­le­gen­heit, um sei­ne An­hän­ger mit ei­ner schein­bar wuch­ti­gen An­sa­ge zu er­freu­en: Er wer­de sich zum Woh­le des Air­ports für eine Ver­län­ge­rung der Nacht­flug­er­laub­nis ein­set­zen – über das Jahr 2030 hin­aus.

Der­lei Auf­trit­te sind ein Fest für Merz, der im Kampf mit CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (56) und Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (38) um den CDU-Vor­sitz mit sei­ner Wirt­schafts­kom­pe­tenz punk­ten kann. Al­ler­dings hat Merz aus­ge­rech­net am Köln-Bon­ner Flug­ha­fen zu­letzt kei­ne glück­li­che Fi­gur ge­macht. In ei­ner zen­tra­len Per­so­nal­an­ge­le­gen­heit hat sich der Wirt­schafts­an­walt (Kanz­lei May­er Brown) und Auf­sichts­rats­chef wo­mög­lich zu leicht­fer­tig fest­ge­legt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.