NAMEN UND NACHRICHTEN

„Ein Irrglaube“

INTERVIEW Ex-Finanzvorstand Stefan Krause über die Fehler der Deutschen Bank.

WECH­SEL­FALL Erst BMW, dann Deut­sche Bank – jetzt hat Ste­fan Krau­se ein Start-up ge­grün­det

Ging es um die Deut­sche Bank, hatSte­fan Krau­se (56) bis­lang öf­fent­lich ge­schwie­gen. Da­bei hat er ei­ni­ges zu sa­gen: Sie­ben Jah­re wirk­te Krau­se für die Bank, führ­te das Fi­nanz­res­sort und agier­te schließ­lich bis zu sei­nem Ab­schied im Herbst 2015 als Stra­te­gie­chef. Krau­se hat die Plei­te der US-In­vest­ment­bank Leh­man und die Wir­ren der Fi­nanz­kri­se er­lebt; er kennt die Frank­fur­ter Ak­teu­re bes­tens und hat sich wie­der­holt ge­är­gert, dass er und an­de­re Alt­vor­stän­de öf­fent­lich für den schlech­ten Zu­stand des Geld­hau­ses ver­ant­wort­lich ge­macht wur­den. Denn Krau­se – heu­te Chef des ka­li­for­ni­schen Elek­tro­au­to-Start-ups Eve­loz­ci­ty – sieht die Din­ge an­ders.

MM Herr Krau­se, die Deut­sche Bank spielt glo­bal nur noch in der zwei­ten Liga. Sie wa­ren sie­ben Jah­re im Vor­stand. Ha­ben Sie ein schlech­tes Ge­wis­sen?

STE­FAN KRAU­SE Schlech­tes Ge­wis­sen? Nein. Als ich im März 2008 in die Bank ge­kom­men bin, wa­ren die meis­ten Feh­ler längst pas­siert. Wir ha­ben dann auf­ge­räumt: Kon­troll­sys­te­me ein­ge­führt, die Ka­pi­tal­de­cke ver­stärkt, die Alt­las­ten ab­ge­baut.

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