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Der Höllenritt

HSH NORDBANK Die Investoren machen der neuen Hamburg Commercial Bank harte Vorgaben.

FREI­HEIT Ste­fan Er­misch kann sich als Un­ter­neh­mer be­wei­sen

Stefan Er­misch (52) wäre dann so weit. An­fang Ok­to­ber war der CEO der HSH Nord­bank in New York, um sich von sei­nen neu­en Ei­gen­tü­mern den Ge­ne­ral­um­bau ab­ni­cken zu las­sen. Seit­dem zählt er die Tage run­ter. Ende No­vem­ber end­lich sol­len die Fi­nanz­in­ves­to­ren Cer­be­rus und J.C. Flowers for­mal die Macht in Ham­burg über­neh­men. So­fort da­nach star­tet das wohl ra­di­kals­te Ex­pe­ri­ment der deut­schen Fi­nanz­bran­che: aus ei­ner spek­ta­ku­lär ge­fal­le­nen Staats­bank soll eine ge­winnstar­ke Ge­schäfts­bank wer­den.

Er­mischs Kon­zept sieht Schweiß und Trä­nen vor: Von der­zeit noch gut 1600 Ban­kern sol­len mög­lichst rasch min­des­tens 600 das Haus ver­las­sen. Out­sour­cing etwa der IT, aber auch klas­si­sche Ef­fi­zi­enz­schrau­be­rei­en sol­len die Zahl der Be­schäf­tig­ten un­ter 1000 drü­cken. Zum Ver­gleich: Vor zehn Jah­ren lag sie noch lo­cker fünf­mal so hoch.

Die Zahl der Füh­rungs­kräf­te, der­zeit 175, wird grob um ein Drit­tel sin­ken, künf­tig wird es statt vier nur noch drei Füh­rungs­ebe­nen ge­ben. Rand­ge­schäf­te wie das Wealth-Ma­nage­ment mit sei­nen drei Dut­zend Leu­ten ha­ben kei­ne Zu­kunft mehr in der neu­en Bank.

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