DIE ÖKONOMIE DER ...

Entwick­lungs­hilfe

Klotzen statt kleckern, diese Idee klang gut. Doch das Experiment eines „Big Push“ ist in Afrika gescheitert.
Von Christian Schütte

Armut kann vie­le Grün­de ha­ben, aber manch­mal kommt sie schon von: Ar­mut. Es ist ein Teu­fels­kreis. Wer ums Über­le­ben kämpft, kann nicht in­ves­tie­ren, hat nichts üb­rig für mehr Bil­dung, Ge­sund­heit oder Werk­zeu­ge, die Wohl­stand brin­gen wür­den.

Jef­frey Sachs, der po­li­tisch viel­leicht ein­fluss­reichs­te Ent­wick­lungs­öko­nom der Welt, hat des­halb schon vor über ei­nem Jahr­zehnt die The­se von der „Ar­muts­fal­le“ auf­ge­stellt: Geo­gra­fi­sche Nach­tei­le hiel­ten gro­ße Tei­le Afri­kas im Teu­fels­kreis von Ka­pi­tal­man­gel und ge­rin­ger Pro­duk­ti­vi­tät ge­fan­gen. Sei­ne gute Nach­richt: Die­se Ar­mut wäre be­sieg­bar, wür­de die Spi­ra­le ein­mal ent­schlos­sen ge­nug durch­bro­chen. Es sei also letzt­lich nur eine Geld- und Wil­lens­fra­ge.

Mitt­ler­wei­le heißt das Fa­zit lei­der: Schön wär's. Hil­fe für den un­ter­ent­wi­ckel­ten Sü­den steht zwar mehr denn je auf der Agen­da, Deutsch­land etwa hat bei den G20 ei­nen „Pakt mit Afri­ka“ an­ge­sto­ßen, der In­ves­ti­ti­ons­part­ner­schaf­ten för­dern soll. Die sachs­sche Bot­schaft, dass es ein ska­lier­ba­res Re­zept für die Über­win­dung ex­tre­mer Ar­mut gibt, hat aber ih­ren Glanz ver­lo­ren. Zu­letzt ließ die bri­ti­sche Re­gie­rung ei­nes der Mo­dell­vor­ha­ben des Öko­no­men in Gha­na so auf­wen­dig wie nie zu­vor eva­lu­ie­ren. Es konn­te sei­nen An­spruch nicht er­fül­len.

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