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Stefan De Loecker

BEIERSDORF Der neue Chef will den Dax-Konzern endlich aus der Nivea-Falle befreien.

Dax-Vor­stän­de, zu­mal Vor­sit­zen­de, kennt man üb­li­cher­wei­se. Sie wer­den von Wirt­schafts­in­ter­es­sier­ten um­schwärmt wie Mo­de­stars von In­flu­en­cern. Sie sind die Leit­wöl­fe. Nur bei der Fir­ma Bei­ers­dorf, je­nem na­he­zu welt­be­kann­ten Her­stel­ler der Ni­vea-Dose, le­gen die Vor­stän­de kei­ner­lei Wert auf Be­kannt­heit in Ton und Bild. Sie ar­bei­ten ge­ra­de­zu in­ko­gni­to. Der Bei­ers­dorf-Mehr­heits­ak­tio­när Mi­cha­el Herz (75) will das so.

Wech­sel an der Spit­ze wer­den ver­mel­det, nicht ver­kün­det. Das Un­ter­neh­mens­schiff soll wei­ter so laut­los da­hin­glei­ten wie die Se­gel­boo­te auf der Als­ter. Wenn zum 1. Ja­nu­ar jetzt also Ste­fan De Loecker (51) den Vor­stands­vor­sitz von Ste­fan Hei­den­reich (55) über­nimmt, wird man es gar nicht wahr­neh­men – au­ßer man ar­bei­tet zu­fäl­lig bei Bei­ers­dorf und hat hin und wie­der mit Vor­stands­din­gen zu tun.

Oder – und jetzt wird es spe­zi­ell und auch si­gni­fi­kant – man wirkt dort im Auf­sichts­rat. Denn den Kon­trol­leu­ren wird der neue Chef in der ers­ten De­zem­ber­wo­che sei­ne Plan­zah­len für 2019 vor­le­gen. Der Spit­zen­mann muss sich da eine mög­lichst gute Aus­gangs­po­si­ti­on ver­schaf­fen. Amts­in­ha­ber Hei­den­reich hat den Ham­bur­ger Kon­zern wach­sen las­sen (zu­letzt mehr als 5 Pro­zent) und die Ren­di­te ge­stei­gert (grö­ßer 15 Pro­zent). Wäh­rend sei­ner sie­ben­jäh­ri­gen Re­gent­schaft ge­lang es ihm, das Un­ter­neh­men an gro­ße Vor­bil­der wie L'Oréal her­an­zu­füh­ren. Bei­ers­dorf ist heu­te dop­pelt so viel wert wie 2012.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.