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HART, HÄRTER, FREIER

PORTRÄT Während ringsum Modefirmen in die Knie gehen, steht S.Oliver aufrecht da. Dafür fliegen die Chefs alle paar Monate raus. Verantwortlich für alles, im Guten wie im Schlechten: der Unternehmer Bernd Freier. Einen zweiten wie ihn wird man in Deutschland nicht finden.

FO­TO­SCHEU Bernd Frei­er, Chef des Mo­de­kon­zerns S.Oli­ver, ver­wei­gert Fo­tos von sich. Un­se­re Il­lus­tra­to­rin hat ihn gut ge­trof­fen.

Wenn Bernd Frei­er (72) un­zu­frie­den ist, dann sagt er es. Und zwar deut­lich. „Ich schlag dir die Vor­der­zäh­ne aus“ – die­sen Satz ha­ben schon vie­le sei­ner Ma­na­ger ge­hört. Zu füh­ren, fin­det er, sei eine gei­le Sa­che. Von ihm ge­führt zu wer­den ist mit­un­ter nicht ganz so geil. Der Grün­der, In­ha­ber, Bei­rats­chef und CEO des frän­ki­schen Mo­de­kon­zerns S.Oli­ver ist ein Phä­no­men. Ei­ner der här­tes­ten Pa­tri­ar­chen der Re­pu­blik. Und ei­ner der scheus­ten.

Der „Fo­cus“ hat Deutsch­lands viel­leicht ge­ni­als­ten Klei­der­fa­bri­kan­ten ein­mal den „Mann ohne Ge­sicht“ ge­nannt, weil fast nichts über ihn be­kannt ist, au­ßer ein paar Ge­schich­ten, die schwer zu glau­ben sind. Bis das Te­le­fon klin­gelt und Frei­er er­zählt, war­um sein Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga­team –S.Oli­ver Würz­burg – end­lich ge­winnt. Er sei in die Ka­bi­ne und habe de­nen Prü­gel an­ge­droht.

Drei Te­le­fo­na­te spä­ter läuft er durch sein Vor­zim­mer, vor­bei an sei­nen bei­den As­sis­ten­ten, be­tritt ei­nen Kon­fe­renz­raum und knallt zwei Sei­ten mit den Schlag­zei­len des Ta­ges auf den Tisch. „Hugo Boss: Ge­winn bricht um 18 Pro­zent ein“ steht da. „Za­lan­do: Ver­lust ver­drei­facht“. Die Welt um ihn her­um bricht zu­sam­men, so sieht er das. Sei­nem Freund Ger­hard We­ber droht das Aus, eben­so sei­nen Kon­kur­ren­ten Tom Tailor und Es­prit.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.