ESSAY

Was gute Strategie ausmacht

Ein Plädoyer für eine andere Form der Unternehmensführung in Zeiten von Brexit und Trump.
Von Burkhard Schwenker

Eine neue The­se fin­det heu­te den Weg in den Ma­nage­ment­main­stream. Sie lau­tet: Stra­te­gie braucht kein Mensch mehr. Die Kern­kom­pe­tenz un­ter­neh­me­ri­schen Wir­kens wird er­setzt durch Big Data, künst­li­che In­tel­li­genz und agi­les Ma­na­gen – die Pa­ra­dig­men des di­gi­ta­len Zeit­al­ters schlecht­hin. Und die wer­den sämt­li­che Her­aus­for­de­run­gen des be­triebs­wirt­schaft­li­chen Han­delns schon lö­sen. Wirk­lich?

Ich plä­die­re statt­des­sen da­für, zu den Ur­sprün­gen stra­te­gi­schen Den­kens und Füh­rens zu­rück­zu­keh­ren. Das heißt: sich im Sin­ne des Mi­li­tär­stra­te­gen Carl von Clau­se­witz eben ge­nau dann ein kri­tisch re­flek­tie­ren­des Bild al­ler Hand­lungs­op­tio­nen zu ma­chen, wenn die Ge­fechts­la­ge be­son­ders un­klar ist und die Un­ge­wiss­heit groß.

Dass das der Fall ist, wird in die­sen Ta­gen über­deut­lich: Was er­war­tet uns in der Post-Mer­kel-Ära? Gibt Chi­na dem trump­schen Straf­zoll­druck nach und öff­net sei­ne Märk­te wei­ter? Oder ge­ra­de nicht? Kommt der Brex­it nun weich oder hart oder gar nicht? Stürzt Ita­li­en die EU in die nächs­te Schul­den­kri­se? Und: Wird Ama­zon tat­säch­lich auch zu ei­ner Spe­di­ti­on? Oder steckt da­hin­ter nur das tak­ti­sche Ma­nö­ver des On­line­rie­sen, sei­ne lo­gis­ti­schen Dienst­leis­ter un­ter Druck zu set­zen?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.