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DIE BARRIEREN FÜR NEUE WETTBEWERBER SIND HOCH

CITIGROUP CEO Michael Corbat über die Rückkehr der Wall-Street-Banken, die Rückständigkeit der europäischen Konkurrenten – und die Deutsche Bank.

ZAHL­TA­GE Um sat­te 48 Pro­zent auf 23 Mil­lio­nen Dol­lar ist die Ver­gü­tung von Citi-Chef Cor­bat zu­letzt ge­stie­gen. Da­mit ge­hört er zu den Top­ver­die­nern un­ter den Ban­ken-CEOs.

Frank­furt ist für Ci­ti­group-Chef Mi­cha­el Cor­bat eine Art Ge­burts­stadt. 1960 ist die Frank­fur­ter Nie­der­las­sung der US-Bank er­öff­net wor­den, in dem­sel­ben Jahr kam er auf die Welt. 58 Jah­re spä­ter, im Herbst 2018, kom­men die Top­ma­na­ger und Ver­wal­tungs­rä­te zum ers­ten Mal in der Stadt am Main für ihr jähr­li­ches Stra­te­gie­tref­fen au­ßer­halb der Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu­sam­men. Eu­ro­pa sei ja doch ge­ra­de ziem­lich stark in Be­we­gung, sagt Cor­bat. Er ar­bei­tet seit 1983 für die Bank, seit 2012 als de­ren CEO. In der Fi­nanz­kri­se konn­te die einst größ­te Bank des Lan­des nur durch die sa­gen­haf­te Sum­me von 476 Mil­li­ar­den Dol­lar vor dem Kol­laps be­wahrt wer­den. Es war die teu­ers­te Ban­ken­ret­tung der US-Ge­schich­te.

MM Herr Cor­bat, vor gut zehn Jah­ren ver­mel­de­te die Citi ei­nen Quar­tals­ver­lust von zehn Mil­li­ar­den Dol­lar – ein Re­kord in der Kon­zern­ge­schich­te. In­zwi­schen be­herr­schen Sie und an­de­re Wall-Street-Ban­ken wie­der die Fi­nanz­welt. Hät­ten Sie das da­mals für mög­lich ge­hal­ten?

MI­CHA­EL COR­BAT Das war 2008 sehr schwer vor­stell­bar. An­de­rer­seits: Wenn Sie sich die Citi an­schau­en, die Bank ist jetzt 206 Jah­re alt, wir ha­ben also schon ei­ni­ges durch­ge­macht. Ich glau­be, wir ha­ben da­mals nicht dar­an ge­zwei­felt, dass vie­le un­se­rer Dienst­leis­tun­gen auch wei­ter ge­braucht wer­den wür­den. Die Fra­ge war nur: Wor­auf soll­te sich die Citi in Zu­kunft kon­zen­trie­ren?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.