HALL OF FAME

JÄGERIN DER TUMORZELLEN

LIFE SCIENCES Barbara Grüner hat ein Verfahren erfunden, um die Entwicklung von Krebsmedikamenten zu beschleunigen. Sie könnte auch an einer Eliteuni im Ausland arbeiten. In Essen ist mehr für sie drin.

LA­BOR­CHE­FIN Bar­ba­ra Grü­ner lei­tet eine Nach­wuchs­for­scher­grup­pe am West­deut­schen Tu­mor­zen­trum, ge­för­dert von der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft

Eben noch war Bar­ba­ra Grü­ner (35) im Nach­bart­rakt, wo ge­ra­de eine Ver­suchs­rei­he auf­ge­baut wird. Jetzt emp­fängt sie in ih­rem neu ein­ge­rich­te­ten Büro, in Jeans und Sweat­shirt, den Kit­tel trägt sie nur drü­ben im La­bor. Am West­deut­schen Tu­mor­zen­trum in Es­sen lei­tet Grü­ner die Nach­wuchs­for­scher­grup­pe für Mo­le­ku­la­re Tu­mor­pa­tho­lo­gie. Sie er­forscht den Krebs der Bauch­spei­chel­drü­se und ent­wi­ckelt sys­te­ma­ti­sche Ver­fah­ren, um neue Wirk­stof­fe zu fin­den. Fi­nan­ziert von der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG), baut sie da­für La­bors und ein Ex­per­ten­team auf. Die Jury für den Cu­rious Mind Award be­ein­druck­ten die Ef­fi­zi­enz ih­rer Me­tho­de so­wie de­ren brei­te An­wend­bar­keit in der Ent­wick­lung von Phar­ma­wirk­stof­fen.

MM Frau Grü­ner, be­kom­men wir durch Sie schnel­ler bes­se­re Me­di­ka­men­te?

BAR­BA­RA GRÜNER Ich be­trei­be der­zeit Grund­la­gen­for­schung, ar­bei­te qua­si am Quell der Er­kennt­nis. Das Leit­mo­tiv der Teams hier am Tu­mor­zen­trum ist aber die Trans­la­tio­na­le For­schung, also das Über­tra­gen der Er­kennt­nis­se „von der La­bor­bank ans Kran­ken­bett“. Das ist auch mein An­lie­gen: den Weg zu be­rei­ten für markt­gän­gi­ge Me­di­ka­men­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.