LEBEN

HELD IN SERIE

FILM Oliver Berben macht alles richtig. Er produziert einen Quotenhit nach dem anderen, gilt als Teamplayer, Frauenförderer und netter Kerl. Zu nett, um endlich Chef bei Constantin zu werden?

STAR­SCHNITT Oli­ver Ber­ben tut im­mer so auf­ge­räumt, brennt aber vor Ehr­geiz.

Im fens­ter­lo­sen Kon­fe­renz­raum, ei­ner Art „War Room“-Bun­ker, dun­kel und ab­hör­si­cher, der Auf­sichts­rat tagt hier, will sich Oli­ver Ber­ben (47) dann doch nicht tref­fen. Ob­wohl sei­ne Leu­te dort Kek­se und Kaf­fee hin­ge­stellt ha­ben und Wän­de und über­haupt al­les voll ist von den Tro­phä­en, Po­ka­len, Eh­ren­me­dail­len, mit de­nen die Con­stan­tin Film im Lauf der Jah­re aus­ge­zeich­net wur­de. Die Bot­schaft hier: Na­bel der deut­schen Film­welt, Zen­tra­le der Macht. Ge­prie­sen wer­den Block­bus­ter wie „Fack ju Göh­te“ oder „Der Schuh des Ma­ni­tu“ und Os­car-No­mi­nie­run­gen wie für „Der Un­ter­gang“. An­de­rer­seits: al­les eine Wei­le her.

Oli­ver Ber­ben weist lie­ber in sein Büro eine Trep­pe hö­her, im vier­ten Stock. Ro­ter Tep­pich­bo­den, Dreh­ses­sel, grau­er Re­sopal­tisch, Tech­nik. Durch die wand­ho­hen Fens­ter fällt der Blick über die Dä­cher von Alt-Schwa­bing, die Münch­ner Frei­heit ist gleich um die Ecke. Auch die Trenn­wän­de zum Groß­raum­bü­ro sei­nes Teams, mit­ten­drin sein Steh­pult, sind aus Glas.

Hell und luf­tig und trans­pa­rent, das ist der Ber­ben-Style. Der­zeit wird um­ge­baut, bald soll es auf al­len Eta­gen so aus­se­hen. Con­stan­tin, Deutsch­lands größ­te Pro­duk­ti­ons­fir­ma, wird pas­send ge­macht für Oli­ver Ber­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.