DAS ULTIMATIVE

Parfüm

Aus der Tiefe der Seele: die ganz private Duftmarke.

RIECHT SICH REIN Syl­vai­ne De­la­cour­te, Par­fü­meu­rin und Psy­cho­lo­gin, mischt je­dem Cha­rak­ter den ei­ge­nen Duft zu­recht

An Duft herrscht ei­gent­lich kein Man­gel: Pro Jahr wer­den gut 800 neue Par­füms auf den Markt ge­bracht. Das welt­wei­te Vo­lu­men für 2018 wird auf mehr als 42 Mil­li­ar­den Dol­lar ge­schätzt; al­lein in Deutsch­land wer­den jähr­lich rund 1,5 Mil­li­ar­den Euro um­ge­setzt, gut zwei Drit­tel mit Da­men­düf­ten.

Wer über so viel Mas­se die Nase rümpft und nicht nach ei­nem kom­mer­zi­ell ge­mix­ten Cock­tail à la Mo­de­de­si­gner, Hol­ly­wood-Star oder In­dus­triela­bel rie­chen möch­te, geht zur Pa­ri­ser Par­fü­meu­rin Syl­vai­ne De­la­cour­te, die für Lu­xus­kos­me­tik­her­stel­ler Mai­son Guer­lain in­di­vi­du­ell zu­ge­schnit­te­ne Pri­vat­par­füms er­schnüf­felt. Das muss man sich in etwa so vor­stel­len, als ob man sich ei­nen Maß­an­zug oder ein Cou­ture-Kleid an­fer­ti­gen lässt: Ei­ni­ge Sit­zun­gen sind not­wen­dig, um An­sprü­che, Vor­lie­ben und per­sön­li­ches Par­füm­pro­fil zu ver­mes­sen, nach­zu­jus­tie­ren und dann eine Es­senz zu fin­den.

De­la­cour­te ist eine der Gro­ßen ih­rer Zunft, 70 Se­ri­en­düf­te hat sie be­reits ent­wor­fen, dar­un­ter die meis­ten von Guer­lains Al­le­go­ria-Rei­he. Für ihre Bes­po­ke-Li­nie er­stellt sie nicht nur Mood­boards und Ro­hin­gre­di­en­zen für Blind­tests – als ge­schul­te Psy­cho­lo­gin forscht sie tie­fer. „Die meis­ten Men­schen kön­nen nur schwer über ihre Ge­füh­le spre­chen“, sagt sie. Des­halb ver­setzt sie „qua Stim­me und Em­pa­thie“ die Kli­en­ten in ent­spann­te Stim­mung, so­dass die­se von ih­ren Lieb­lings­duft­mo­men­ten aus der Kind­heit er­zäh­len. Sol­che „po­si­ti­ven olfak­to­ri­schen Er­in­ne­run­gen“ sind dann die Ba­sis der in­di­vi­du­el­len Krea­tio­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2018.