ABENDS IM

„Layla“, Berlin

New-Nahost-Küche – Israels Starkoch Meir Adoni beglückt die Hauptstadt.

AL­LES AUF WARM Licht, Le­der, Farb­tö­ne – sehr be­hag­lich

Es gibt kei­ne Mi­che­lin-Ster­ne in Is­ra­el, aber ei­ner ist de­fi­ni­tiv ein Star: Meir Ado­ni (45) hat al­lein zwei Re­stau­rants in Tel Aviv, ei­nes in New York und das neu­es­te in Ber­lin: „Lay­la“, im ehe­ma­li­gen NS-Post­amt am An­hal­ter Bahn­hof. Ku­li­na­risch nicht ge­ra­de ein Sze­ne­vier­tel, aber das könn­te sich än­dern.

Al­lein der Auf­takt hat es in sich: Pa­nipu­ri mit Ce­viche, kros­se Ku­geln mit Yuzu-Aio­li, Li­met­te, Cur­ry, But­ter­milch­schaum – ein neu­er, mu­ti­ger Stil der is­rae­li­schen Kü­che, die der­zeit nicht nur in der Haupt­stadt an­ge­sagt ist. Auf der Kar­te ste­hen Ente in Sze­chuan-Pfef­fer in li­ba­ne­si­schen Pfann­ku­chen mit Rote-Bete-Blät­tern, Dat­tel-Fo­rel­len-Do­nuts mit Man­da­ri­nen­vin­ai­gret­te, but­t­ri­ges He­fe­ge­bäck aus dem Je­men und na­tür­lich Ado­nis Er­folgs­ge­rich­te wie ge­räu­cher­tes Au­ber­gi­nen­car­pac­cio mit Feta, Ta­hi­ni, Dat­teln, Pis­ta­zi­en, Ro­sen­was­ser. Kos­mo­po­li­ten-Food.

Man merkt, dass Meir Ado­ni viel her­um­ge­kom­men ist. Er ist in Ei­lat im Sü­den Is­ra­els ge­bo­ren, hat ma­rok­ka­ni­sche Wur­zeln, war in Syd­ney, Pa­ris, in Chi­ca­gos „Ali­nea“ und im „Noma“ in Ko­pen­ha­gen. In sei­nem „Lay­la“ ist nicht nur das Es­sen is­rae­lisch. Der Ver­ti­cal Gar­den stammt vom is­rae­li­schen Start-up In­farm: Kunst­licht­kräu­ter hin­ter dunk­lem Glas. Das De­sign kommt aus Tel Aviv (Bald Stu­dio), in der Kü­che, um die her­um man sitzt, ar­bei­ten fast nur Is­rae­lis. Die Kell­ner tra­gen schwar­ze Kit­tel, es ist laut, läs­sig, dun­kel, ein DJ legt in der Bar auf. Man­che se­hen in dem La­den schon das neue „Grill Roy­al“ Kreuz­bergs. Das wird auch Zeit. 1

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