AUSSTEIGER

Marc Llistosella

sagt ade zum Daimler-Onkel.

Ver­wandt­schaft­li­che Nähe hilft im Wirt­schafts­le­ben, so die gän­gi­ge Mei­nung. Das muss nicht gleich in Ne­po­tis­mus aus­ar­ten; aber Bluts­ban­de mit dem Chef brin­gen häu­fig ei­nen ge­wis­sen Schub – das ken­nen sie auch beim Stutt­gar­ter Au­to­mo­bil­kon­zern Daim­ler. Wolf­gang Schrempp (68; einst Lei­ter der Nie­der­las­sung Mün­chen und spä­ter der Dépen­dance in Aus­tra­li­en) etwa konn­te sich noch auf die Hil­fe von Bru­der Jür­gen (73; zehn Jah­re CEO) ver­las­sen, auch als der schon aus­ge­schie­den war.

So könn­te man er­war­ten, dass sich Auf­sichts­rats­chef Man­fred Bi­sch­off (75) ein­schal­te­te, als sein Nef­fe in Not ge­riet. Doch das hat er ganz of­fen­sicht­lich nicht ge­tan. Denn Marc Llis­to­sel­la (50), als Truck­vor­stand zu­stän­dig für Asi­en und die ja­pa­ni­sche Toch­ter Fuso, wird Daim­ler zum 31. März ver­las­sen.

Da­bei schien der Mann für Hö­he­res be­stimmt. Als Wolf­gang Bern­hard (57) das Amt als Lkw-Chef An­fang 2017 von jetzt auf gleich hin­warf, galt Llis­to­sel­la als aus­sichts­rei­cher Au­ßen­sei­ter für die Nach­fol­ge; und das nicht nur we­gen sei­nes be­rühm­ten On­kels. Er hat­te die Toch­ter Bha­rat­Benz in In­di­en aus ih­rer Schief­la­ge auf­ge­rich­tet, war 2015 zum Fuso-Chef auf­ge­stie­gen und galt als ei­ner für die schwie­ri­gen Fäl­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.