UNTERNEHMEN

MARMOR, STEIN UND EISEN ...

BERND SCHEIFELE Der Chef von Heidelberg-Cement hat ganz im Verborgenen die Familie Merckle wieder reich gemacht. Jetzt zementiert er sein System.

KON­ZEN­TRIER­TER KÄMP­FER Bernd Schei­fe­le plant sei­nen nächs­ten Coup

Die Hän­de läs­sig auf das Red­ner­pult ge­legt, der Kopf leicht nach hin­ten ge­neigt, der Blick her­aus­for­dernd. Bernd Schei­fe­le (59) ver­steht es, den Ton an­zu­ge­ben. Ge­nau ein­mal im Jahr lässt sich der Chef der Hei­del­berg­Ce­ment AG da­bei von ei­ner grö­ße­ren Öffent­lich­keit be­ob­ach­ten. Auf der Haupt­ver­samm­lung des Kon­zerns re­fe­riert er dann in 70 da­hin­ra­sen­den Mi­nu­ten den In­halt von rund 50 eng be­schrie­be­nen Prä­sen­ta­ti­ons­fo­li­en. Es ist ein hoch kon­zen­trier­ter Vor­trag, frei ge­hal­ten, nie lang­wei­lig, in schwä­bi­schem Ton­fall.

Schei­fe­le sagt, was ge­sagt wer­den muss. Fir­le­fanz ver­kneift er sich. Bei ihm geht es statt um „Lö­sun­gen“ und „Sys­te­me“, die et­li­che sei­ner Kol­le­gen in den Dax-Kon­zer­nen gern be­mü­hen, um „Pro­duk­te“, die er selbst­be­wusst beim Na­men nennt: „Be­ton, Ze­ment und Sand und Kies“.

Schei­feles Ge­schäft ist schlicht, aber er be­herrscht es wie kein an­de­rer. In 13 Amts­jah­ren bau­te er den Tra­di­ti­ons­kon­zern, der zu­vor le­dig­lich in Deutsch­land und Eu­ro­pa stark war, zur in­ter­na­tio­na­len Num­mer zwei aus (rund 16 Mil­li­ar­den Euro Um­satz; sie­he Gra­fik „Glo­ba­le Num­mer zwei“)). Le­dig­lich der fran­zö­sisch-schwei­ze­ri­sche Kon­kur­rent La­far­ge­Hol­cim ist mit mehr als 23 Mil­li­ar­den Euro Um­satz grö­ßer. Da­für rühmt sich Schei­fe­le, das „best­ge­führ­te Un­ter­neh­men der Bran­che“ zu lei­ten, sta­bil und frei von Com­p­li­an­ceskan­da­len, wie sie zu­letzt den Markt­füh­rer er­schüt­ter­ten.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.