UNTERNEHMEN

DRAMA AM BODENSEE

ZF FRIEDRICHSHAFEN Stefan Sommer führt als Vorstandschef einen Provinzkonzern an die Weltspitze – und muss trotzdem gehen. Irre, oder? Es treten auf (und ab): ein erfolgsberauschter Manager, ein missachteter Bürgermeister und ein überforderter Aufsichtsrat.

Das ist un­ser Mann.“ Fried­richs­ha­fens Ober­bür­ger­meis­ter An­dre­as Brand (53) will im Som­mer 2016 un­be­dingt, dass Ste­fan Som­mer (55) ei­nen neu­en Fünf­jah­res­ver­trag als Vor­stands­vor­sit­zen­der der ZF Fried­richs­ha­fen AG be­kommt. Der Auf­sichts­rat des Au­to­zu­lie­fe­rers hat sich mor­gens um halb acht zu ei­ner Son­der­sit­zung ge­trof­fen, es geht um die Zu­kunft des Chefs.

Som­mer hat vier glän­zen­de Jah­re hin­ter sich. Doch drei Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter sind sau­er auf ihn. Es gibt Streit um die Wer­ke in Saar­brü­cken und Fried­richs­ha­fen. Som­mer ver­zö­gert In­ves­ti­tio­nen, es bro­delt in der Be­leg­schaft. Es dro­hen Ge­gen­stim­men bei der Ver­trags­ver­län­ge­rung. Ein Ma­kel, den der Bür­ger­meis­ter sei­nem CEO er­spa­ren will. Brand, der den Ei­gen­tü­mer von ZF, die städ­ti­sche Zep­pe­lin-Stif­tung, ver­tritt, hält ein flam­men­des Plä­doy­er für Som­mer.

Das si­chert die Ein­stim­mig­keit. Es kehr­te wie­der Har­mo­nie ein am 28. Juni 2016. So schien es je­den­falls.

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