TRENDS

DIE RATTENFÄNGER VON DIGITALIEN

UNTERNEHMENSBERATER Wenn's um die Transformation von Geschäftsmodellen geht, haben viele Consultants hauptsächlich Buzzword-Geschwafel zu bieten. Trotzdem fallen selbst gestandene Bosse reihenweise darauf rein.

Der Win­ter ist kurz in Aus­tin, Te­xas. Schon An­fang März brennt wie­der die Son­ne vom Him­mel. Es ist Frei­tag, und Die­ter Zet­sche (64), ro­tes Käp­pi, die Hemds­är­mel läs­sig nach oben ge­rollt, fla­niert mit sei­nem Be­ra­ter und Mar­ken­bot­schaf­ter Guy Ka­wa­sa­ki (63) durch die In­nen­stadt. Ka­wa­sa­ki, ein Ha­waii­aner, der sich als „Tech-In­flu­en­cer“ ver­dingt, will mit sei­nem Boss Cow­boy­stie­fel kau­fen.

Der Daim­ler-CEO ist 2017 zum ers­ten Mal zur „South by Sou­thwest“ (SXSW) ge­reist, der wohl be­kann­tes­ten Tech- und Zu­kunfts­kon­fe­renz der Welt. Zet­sche hat vor zwei Jah­ren erst da­von ge­hört. Da­für ist er jetzt all in – Daim­ler hat ein ei­ge­nes Haus in Aus­tin ge­mie­tet und die Aus­rich­tung ei­nes SXSW-Ab­le­gers in Frank­furt ver­kün­det. In Stutt­gart ver­steht man sich mitt­ler­wei­le als Tech­kon­zern, Zet­sche wird Goog­le in ei­ner Rede – ganz auf Au­gen­hö­he – „Fre­ne­my“ nen­nen, Freund und Feind zu­gleich. Da­bei trägt er die neu­en Boots, in Te­xas ist Die­ter der Kö­nig des Non­kon­for­mis­mus. Yee­ha!

Beim Schlen­dern durch Aus­tin er­zählt ihm Ka­wa­sa­ki von ei­ner Ge­schäfts­idee: War­um nicht ein Sys­tem bau­en, mit dem die Kun­den je­des Auto auf der Stra­ße mie­ten und ab­stel­len kön­nen, wo sie wol­len. Mar­ke und Mo­dell sind da­bei ir­re­le­vant, die Frei­hei­ten ma­xi­mal.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.