BUSINESS REBEL

Billigflieger im All

Tom Segert mischt mit seiner Firma Berlin Space Technologies den Satellitenmarkt auf.

Wie man mit ein­fa­chen Mit­teln welt­all­taug­li­che Ap­pa­ra­te baut, das ha­ben Tom Se­gert (38) und sei­ne Ge­schäfts­part­ner an der TU Ber­lin ge­lernt. Die Sa­tel­li­ten, die dort am In­sti­tut für Luft- und Raum­fahrt ent­wor­fen und mon­tiert wer­den, ar­bei­ten zum Teil noch nach Jah­ren in der Um­lauf­bahn.

Im Jahr 2010 grün­de­te Se­gert zu­sam­men mit zwei Stu­di­en­kol­le­gen die Ber­lin Space Tech­no­lo­gies (BST). Das Un­ter­neh­men mit 24 Mit­ar­bei­tern hat sich in ei­ner be­son­ders an­spruchs­vol­len High­tech­bran­che eta­bliert: Kos­mi­sches Ge­rät muss im ei­si­gen, strah­lungs­be­las­te­ten Fast­va­ku­um des Welt­alls dau­er­haft funk­tio­nie­ren. Denn im Or­bit lässt sich nichts re­pa­rie­ren.

Umso küh­ner der An­satz der BST: Ihre Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­li­ten kos­ten nur rund ein Zehn­tel des­sen, was eta­blier­te Wett­be­wer­ber wie Air­bus oder die Bre­mer OHB-Grup­pe auf­ru­fen. Je nach Aus­stat­tung ver­langt BST zwi­schen zwei und fünf Mil­lio­nen Euro. Die Fir­ma will da­mit trotz­dem Geld ver­die­nen, weil sie kei­ne teu­ren, ei­gens für den Welt­al­l­ein­satz ent­wi­ckel­ten Ein­zel­tei­le ver­baut, son­dern Mas­sen­wa­re für den ir­di­schen Ge­brauch. Wie etwa die Op­tik für die Ei­gen­na­vi­ga­ti­on des Sa­tel­li­ten im Or­bit: Mit ei­nem Welt­raum­prüf­sie­gel kos­ten Lin­se, Sen­sor und Chip im Ein­kauf 650 Euro. Sim­ple Sys­te­me für In­dus­trie­ro­bo­ter, die sich leicht um­pro­gram­mie­ren las­sen, gib­t's in Chi­na für nur 20 Euro.

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