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BREXIT Der Austritt Großbritanniens aus der EU könnte deutsche Hochvermögende teuer zu stehen kommen. Mitschuldig ist ein toter Kaufhauskönig.

Hel­mut Hor­ten war ein Kauf­mann mit ei­nem sehr fle­xi­blen mo­ra­li­schen Kom­pass. Sei­nen Auf­stieg be­trieb Deutsch­lands Kauf­haus­kö­nig (1909–1987) auch, in­dem er 1936 jü­di­schen Kon­kur­ren­ten ihr Wa­ren­haus in Duis­burg nahm. Mit den Na­zis kol­la­bo­rier­te er und war doch nach kur­zer Haft schon 1948 wie­der groß im Ge­schäft.

Sei­nen größ­ten Coup aber lan­de­te Hor­ten als Steu­er­flücht­ling. Um 1970 ex­pe­dier­te er sein gan­zes Ver­mö­gen von über ei­ner Mil­li­ar­de Mark steu­er­frei in die Schweiz. Da­mit ihm so was nicht noch mal pas­sier­te, schrieb sich der deut­sche Fis­kus 1972 Pa­ra­graf 6 ins Au­ßen­steu­er­ge­setz.

Die­se „Lex Hor­ten“ ent­puppt sich nun, 46 Jah­re spä­ter, als ge­fähr­li­che Brex­it-Fal­le. Tritt das Ver­ei­nig­te Kö­nig­reich wie ge­plant am Frei­tag, den 29. März 2019, aus der EU aus, droht deut­schen Un­ter­neh­mern mit Wohn­sitz in Groß­bri­tan­ni­en am dar­auf­fol­gen­den Mon­tag, den 1. April 2019 – kein Scherz –, eine saf­ti­ge Steu­er­for­de­rung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.