MAGISCHES VIERECK

Angriff aus Amerika

Muss nach den USA jetzt auch Deutschland die Unternehmensteuern senken? Ja, aber nicht so plump.
Von Henrik Müller

Donald Trump hat­te das Ge­setz noch nicht un­ter­zeich­net, da mel­de­te sich be­reits der Bun­des­ver­band der Deut­schen In­dus­trie (BDI) zu Wort. „Die USA ma­chen ernst mit der Ver­schär­fung des in­ter­na­tio­na­len Steu­er­wett­be­werbs.“ Nun müs­se auch die Bun­des­re­gie­rung han­deln. Sonst wür­den die Un­ter­neh­men ihre Dro­hung wahr­ma­chen und „Kon­zern­funk­tio­nen und In­ves­ti­tio­nen in die USA ver­la­gern“.

Es war ab­seh­bar: Nach­dem die Re­pu­bli­ka­ner im Kon­gress ein gro­ßes Steu­er­sen­kungs­pa­ket auf den Weg ge­bracht ha­ben, schwappt die De­bat­te jetzt über den At­lan­tik. Ei­ner­seits ver­ständ­lich: Wenn Ame­ri­ka die Be­steue­rung von Fir­men­ge­win­nen mas­siv senkt, müs­sen sich eu­ro­päi­sche Län­der wie Deutsch­land und Frank­reich in Acht neh­men, sie lie­gen OECD-weit nun an der Spit­ze (sie­he Gra­fik).

An­de­rer­seits wir­ken sim­ple For­de­run­gen, es den USA gleich­zu­tun, völ­lig aus der Zeit ge­fal­len. Sie pas­sen nicht in ein Um­feld, in dem die Ge­win­ne hoch sind und die In­ves­ti­tio­nen nied­rig. Es sei denn, man will un­be­dingt eine neue Ver­tei­lungs­de­bat­te los­tre­ten.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.