GELDANLAGE FÜR HEDONISTEN

Mondpreis für die Astronauten-Uhr

Erstmals wurde eine Omega für mehr als eine Million versteigert. Die Marke hat Potenzial.

SPEED­MAS­TER Die­se „Re­fe­renz 2915-2“ kos­te­te 2016 50 600 Euro

Am 12. No­vem­ber 2017 ge­gen 19 Uhr wur­de ich im Ho­tel „La Ré­ser­ve“ in Genf Zeu­ge ei­nes Welt­re­kords: Erst­mals durch­brach der Auk­ti­ons­preis für eine Arm­band­uhr der Mar­ke Ome­ga die Mil­lio­nen­gren­ze. Das Be­son­de­re an der vom Auk­ti­ons­haus Phil­lips für 1,4 Mil­lio­nen Schwei­zer Fran­ken ver­stei­ger­ten „Ome­ga Tour­bil­lon“ von 1947 ist der in Hand­ar­beit (nicht wie heu­te com­pu­ter­ge­stützt) her­ge­stell­te Tour­bil­lon­gang, der den Be­ein­träch­ti­gun­gen der Gang­ge­nau­ig­keit durch die Schwer­kraft ent­ge­gen­wirkt. Im Ka­ta­log wird die Uhr als mög­li­cher­wei­se ers­ter Pro­to­typ ei­ner Tour­bil­lon­kleinst­se­rie be­schrie­ben.

Rund ein hal­bes Dut­zend sol­cher Mo­del­le wur­de in den letz­ten 40 Jah­ren auf Auk­tio­nen an­ge­bo­ten und ver­stei­gert, in den 80er Jah­ren kam bei Dr. Crott ein Ex­em­plar für 70 000 D-Mark un­ter den Ham­mer, 2007 zahl­te ein Samm­ler bei An­ti­quo­rum in Genf für eine der­ar­ti­ge Uhr im Gold­ge­häu­se 256 000 Fran­ken.

Die Mil­lio­nen-Ome­ga zeigt, wel­ches Po­ten­zi­al in­zwi­schen in der Mar­ke steckt. Von Ende der 90er Jah­re an wur­de sie un­ter Füh­rung des 2010 ver­stor­be­nen Swatch-Grün­ders Ni­co­las Hay­ek neu po­si­tio­niert, im obe­ren Lu­xus­seg­ment. Vor al­lem die „Speed­mas­ter“-Chro­no­gra­fen, je­nes Mo­dell, mit dem die Nasa 1969 auf dem Mond lan­de­te, bie­ten Raum zur Preis­ge­stal­tung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.