WIRTSCHAFTSKULTUR

Agenten­spiele

US-Autor David Ignatius siedelt seinen neuen Spionageroman in der IT-Welt an. Realistischer geht's kaum.

AB­WEHR Die Nato rüs­tet sich zum Kampf ge­gen neue Su­per­in­tel­li­gen­zen, das Foto zeigt die Übung „Lo­cked Shiel­ds“

Die Ent­wick­lung des Quan­ten­com­pu­ters gilt als ei­nes der ent­schei­den­den tech­no­lo­gi­schen Wett­ren­nen der Ge­gen­wart. Goog­le, In­tel, IBM und Mi­cro­soft for­schen mit Hoch­druck an Quan­ten­chips, die die Leis­tung heu­ti­ger Rech­ner um ein Viel­fa­ches über­tref­fen und der künst­li­chen In­tel­li­genz zum Durch­bruch ver­hel­fen sol­len. Be­son­ders weit ist ein ka­na­di­sches Start-up, das von Gold­man Sachs und Ama­zon-Grün­der Jeff Be­zos fi­nan­ziert wird – und vom US-Ge­heim­dienst CIA.

Die Mi­ni­fir­ma auf der Pay­roll des Spio­na­ge­diens­tes in­spi­rier­te US-Au­tor Da­vid Igna­ti­us zu sei­nem neu­em Plot, den er zum Wett­kampf der Su­per­mäch­te hoch­jazzt, mit Ver­weis auf die er­bit­ter­te Ri­va­li­tät um die Atom­bom­be im 20. Jahr­hun­dert.

In „Quan­tum Spy“ wol­len nicht nur die Ame­ri­ka­ner das Schick­sal der pri­va­ten For­scher­trup­pe kon­trol­lie­ren (die hier nicht in Ka­na­da, son­dern in Se­at­tle sitzt), auch die Chi­ne­sen sind hin­ter der bahn­bre­chen­den Tech­nik her. Ihr In­for­mant ist ein Maul­wurf in den Rei­hen der CIA. Das recht kon­ven­tio­nel­le Katz-und-Maus-Spiel be­zieht sei­nen Reiz aus der Küh­le, mit der Igna­ti­us auf die Agen­ten­sze­ne blickt, die er für die „Wa­shing­ton Post“ mehr als ein Vier­tel­jahr­hun­dert re­dak­tio­nell be­glei­tet und in meh­re­ren Best­sel­lern ver­ar­bei­tet hat ( „Der Mann, der nie­mals leb­te"). Er zeigt die Agen­cy als rü­den La­den vol­ler Vor­ur­tei­le, die die Mis­si­on fast zum Schei­tern brin­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.